Schlafstörungen ect durch Levetiracepam

mezeg, München, Thursday, 11.04.2013, 18:30 (vor 4875 Tagen) @ Sassi

Hallo,

ich war 6 Monate auf Keppra, 1 Woche vor der OP und sechs Monate danach. Vorher keine AE, weil Epilepsie noch nicht diagnostiziert war.

Ich fing direkt mit 500 - 0 - 500 an und konnte die ersten Tagen tagsüber kaum wach werden. Dann wurde es leichter aber ich blieb ziemlich "schlapp".

Nach dem erfolglosen Absetzversuch wurde ich auf Lamotrigin gestellt. Damit habe ich erhebliche Schlafschwierigkeiten bekommen, meist weil ich mehrfach nachts mit trockenem brennendem Mund aufwachte. Ich glaubte umgestellt werden zu müssen und nahm als erster Schritt an dem Abend 25 mgr weniger, wollte am nächsten Tag den Neurologen aufsuchen. Aber schon dies zeigte eine leichte Verbesserung und so ist es bei der Dosis geblieben und ich schlafe wieder vollkommen normal. Habe vor kurzem einen Fehler gemacht und abends 25 mgr mehr genommen als normal und es in der darauffolgenden Nacht bereits gespürt.

Stimmungsschwankungen hatte ich allerdings unter Keppra, es wurde von "überhöhter Streßanfälligkeit" gesprochen. Und Reizbarkeit. Vielleicht aber durch diese neue Situation mit Epilepsie. Auch unter Lamotrigin ging es eine Weile weiter. Stück nach Stück habe ich mich dabei "selbst beobachtet" und versucht, mich "rational" runterzufahren: "Er meint es doch nicht so", "Warte bis es schief geht, bevor Du Dich aufregst, vielleicht wird es doch nicht schlimm" usw. Muß sagen, daß es mir inzwischen immer besser - oder weniger schlecht ;-) - gelingt.

Habe dazu einen Vortrag über Schlafschwierigkeit gehört. Im Seniorenzentrum, weil mit dem Alter... Im Krankenhaus - aber nur da! - werden Schlafzeit und -dauer anders gehalten. Aber dies eben nur unter ärtzliche Aufsicht.

Für Zuhause wurde unter anderen erklärt: kein Fernseher im Schlafzimmer, keineRadio, Buch ungünstig - besonders wenn spannend... - Man sollte sich ein eigenes Schlafritual ausdenken, gleiche Zeit, gleiche Handlungen, u.ä. Gut sei Tröpfen von Lavendelöl aber nur an den äußeren Ecken des Kopfkissens, keineswegs als Duftlampe im Zimmer, wie ich gemeint hätte. Persönlich "arbeite" ich mit Musik durch Kopfhörer. Welche günstig ist, muß jeder ausprobieren. Für mich keine abrupte Schwankungen in Ton und Art und Stücke, die ich gut kenne, um sie nicht allzu aufmerksam zuzuhören. Wie aber gesagt, "MEIN" Ritual. Aber es funktioniert.

Erholsame Nacht!

mezeg


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