Verwandte, die schimpfen und meckern...

mezeg, München, Friday, 31.05.2013, 11:21 (vor 4826 Tagen) @ mikewi

Und unterlasse das gefälligst die heutige Zeit mit dem 3. Reich zu vergleichen oder auch nur Parallelen zu ziehen. Heute ist heute und nicht damals.

Hallo,

dieser negativen Bewertung von Musica Aussage kann ich nicht zustimmen. Daß im 3. Reich Epileptiker - und sonstige "Störfaktore" - als nicht lebenswürdig betrachtet und entsprechen behandelt wurden, ist eine historische Tatsache, die weder geleugnet noch vergessen werden kann / darf. Wird verschwiegen, daß Epileptiker im Mittelalter als Hexen - am liebsten die Frauen, natürlich - betrachtet und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden? Das Wissen und die Erkenntnis darüber, wie abscheulich es war, ist doch der Hinweis, welchen Weg in positive Richtung seitdem gegangen ist. Negatives kann man doch nicht einfach in die Vergessenheit zurückdrängen: ohne Dunkelheit sieht man kein Licht!

Und mir bitte nicht antworten, daß ich als "Nicht-Deutsche" überheblich-unbequem urteilen kann. Es wurden auch in Frankreich entlang der ganzen Geschichten abscheulich-widerwärtigen Taten vollbracht - oft auch unter der Banner der Kirche! Wie wäre es z.B. mit der Nacht von St Barthélémy?? Wenn ich anfangen würde, eine Liste unserer Verbrechen niederzuschreiben, hätte ich hier nie den Platz dafür!

Das Hauptproblem heutzutage ist viel mehr, daß es viel zu wenig sachlich-informativ darüber gesprochen wird. Die meisten Leute wissen nicht, worum es sich eigentlich handelt und wie sie sich verhalten sollten... also schauen sie lieber weg. Man könnte auch philosophieren, daß Ur-Ängste vor übersinnlichen Phänomenen uns noch im Gehirn vagabondieren...

mezeg

Stimmt, auch Epileptiker sind als sog."Unwertes Leben" in KZ´s verschwunden. Aber heute 70- jährige wissen schon, dass das keine geistige Krankheit ist.


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