Kombi von Medizin Valproat & Levetiracetam

EHRLICHE SEELE 1983, Großraum Ruhrgebiet, Saturday, 17.08.2013, 21:47 (vor 4747 Tagen) @ huge88

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Das Epi-Zentrum aus Erlangen ist mir noch nicht bekannt gewesen.
Ich war schon mal in Bonn, aber so richtig zu 100% konnte man es trotz 3 Tesla MRT auch nicht klären.

Aber ich finde es interessiert was Sie zu Ihrem Epilepsie-Verlauf geschrieben haben.
Bei mir ist es so ähnlich. Die Ärzte sind sich zwar nicht nicht sicher ob es aus der rechten oder linken Gehirnhälfe kommt da diese keinen "Herd" bis heute finden konnten.

Aber ich bin relativ sicher das es bei mir auch aus der linken Gehirnhälfe kommt.
Bei mir äussert es sich unterschiedlich schnell und es tritt auch hauptsächlich nach starkem Streß in Entspannungsphasen auf, oder bei Überlastung des Körpers z.b zuviel Arbeit und zu wenig Schlaf. Aber das EEG ist immer unauffällig, auch wenn ganz selten in einigen EEG's mal minimale Tetrawellenschwankungen auftraten.

Ich bin durch die Medizin zwar gut eingestellt aber es tritt schon alle Jahre mal wieder vereinzelnt auf. z.b 2 Jahre nicht und dann 1-2 mal wieder. Ich war sogar schon mal 10 Jahre anfallsfrei zwischen dem 8 und 18 Lebensjahr....aber dann kam es wieder...z.b 1 mal und dann wieder 2 Jahre nicht, oder z.b mal 4 x innerhalb von 2 Jahren und dann wieder 1,5 Jahre nicht.....Bei nächsten Arztbesuch werde ich mal meinen Arzt nach Oxcarbazepin ansprechen und was er von einer Behandlung damit hält...

Meine Symtome sind vor einem Anfall oft Körperliches Unwohlbefinden, schlechtes Magengefühl mit Kreislaufschwankungen 1-2 Tage vorher aber diese Beschwerden gehen auch manchmal wieder weg. Aber wenn die Symtome stärker werden...z.b wie ein akutes piepen im rechten Ohr dann ist das schon relativ knapp davor. Geht dieses dann nicht zurück.....dieses hatte ich schon mal bis zu 3 Minuten... Letzes Warnsignal ist bei mir immer das die linke Hand anfängt zu zittern wenn die Rechte Gehirnhälfe die Aufgaben der linken zu übernehmen weil diese schon überlastet ist durch den "Kurzschluss" der sich weiter ausbreitet..das piepen im Ohr tritt aber nicht immer auf...aber das starke Zittern der linken Hand ist ein verlässliches Zeichen...seitdem letzen Anfall habe ich auch durch einen Dr. in einem Krankenhaus von einer sofort sich selbstauflösenden Notfallmedizin erfahren die dann durch die schleimhäute direkt im Blut ist. Diese nennt sich Tavor Expidet 1,0 mg und das habe ich mir verschreiben lassen, auch wenn ich hoffe es nicht mehr künftig ausprobieren zu müssen.

Früher als Kind lief es bei mir auch Sekundenbereich ab, so wie bei Ihnen, aber durch die vielen Jahre habe ich erkannt mehr akute Syntome warzunehmen.

Was erleben Sie denn zwischen dem Anfall? Wie empfinden Sie es?

Wenn ich aufwache habe ich erstmal eine Umdämmerungsphase und wenn diese vorbei ist kommen diese Bilder wieder die mich wissen lassen dass ich einen Anfall hatte und 24-36 h später erinnere ich mich auch an die komplette Zeit vor dem Anfall zurück.

Aber sehr oft habe jedesmal 3 sekunden vor Anfallsbeginn der sich vielleicht noch durch Schwindel bemerkbar macht, dass Gefühl als sehe aus einer anderen Perspektive meinen Körper...es wirkt so als wie:"man steht neben seinem eigenen Körper"
Man will z.b dem Menschen der einem gegenüber sitzt, noch was sagen und man weiß auch noch was aber es geht nicht mehr, weil indem Moment wie man "seinen Körper verlässt" funktioniert das Sprechen schon nicht mehr weil der Anfall schon längst losging. Es es jedesmal ein paradoxes Erlebniss.Also wenn die Sprache aussetzt dann ist vorbei...

Und wenn man auffwacht knüpft man durchs Unterbewusstsein an seinen letzten Gedanken an und sagt dadurch z.b zum Notarzt "lassen Sie mich doch Schach spielen"

Ich hoffe dass Sie auch in Zukunft weiter anfallsfrei bleiben und wünsche Ihnen eine gute Genesung.

MFG Ehrliche Seele 1983


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