Med.spiegel

mezeg, München, Tuesday, 27.08.2013, 10:34 (vor 4737 Tagen) @ Melusine

Hallo Melusine,

die Bestimmung des Lamotrigin-Spiegels wurde mir vom Neurologe zweimal im Jahr verschrieben, er erklärte auch genau, wie es bestimmt werden soll. Zweimal Blutentnahme, zuerst um 8:00 also Lamotrigin-nüchtern, dann eine Stunde nach Einnahme. Es erfolgt bei der Hausärztin. Mein Internist / Kardiologe hatte sich auch bei ihm angeboten, die gewünschte Blutuntersuchungen durchzuführen aber ich müßte in die Stadt und zur Hausärztin muß ich nur die Straße überqueren.

Das erste Mal - im November - wurde von der Assistentin vergessen, ihm die Befunde zu schicken. Vielleicht glaubten sie auch, daß sie nur von der Hausärztin bewertet werden. In der Annahme, es handelt sich nur um den Wert einer Einnahme, gab mir eine nicht-zapfende Kollegin auf meine Bitte hin das Ergebnis der zweiten Annahme, die erste blieb in meiner Akte. Erst als der Neurologe erstaunt nach des Spiegels fragte, kam die Sache raus. Ich ließ mir eine Kopie von beiden geben, scannte sie und schickte sie dem Neurologen.

Beim zweiten Spiegel im Mai ließ ich mir eine Kopie beider Befunde sofort ausgeben und sagte, ich kümmere mich um die Weiterleitung per Scan / Mail an den Neurologen. Er sprach mich nicht darüber, als ich im Juli das Lamotrigin-Rezept abholte, die Werte waren aber im Normbereich - lesen kann ich auch ;-) ;-) . Er hätte sich sonst gemeldet.

Gestern ging ich zur Hausärztin wegen eines harmlosen Rezepts - nichts damit zu tun. Anstatt mir das unterschriebene Rezept über die Assistentin übergeben zu lassen, ließ sie mich trotz volles Wartezimmers (kam vom Urlaub) sofort kommen. Sie hatte routinemässig einen Blick in die Akte geworfen und war unsicher, was dem Spiegel angeht. Will ich gleich wieder einen bestimmen lassen? Bekommt der Neurologe die Werte? Wer bewertet sie?

Habe ich ihr gesagt, daß ich vom Neurologen die Prozedur präzis erklärt bekam und daß er mir die Zeit und Organisation der Bestimmungen überläßt. Wie für die jährliche MRT. Diese eigenständige Handhabung verstehe ich keineswegs als Indifferenz seinerseits, sondern als Überzeugung - und somit Vertrauensbeweis -, daß ich fähig und willig bin, die ordentliche Durchführung zuverlässig zu übernehmen.

Die Hausärztin frage auch, ob sie die Bewertung übernehmen soll. Ich antwortete, daß der Neurologe die Werte haben will und sie wohl selber auswerte. Sie warf nichtdestoweniger einen Blick auf die Werte und konstatierte ebenfalls, daß sie im Normbereich sind. Habe ihr auch gesagt, daß ich Anfang November um einen passenden Termin (Uhrzeit!) fragen werde.

Die Abnahme über Hausarzt finde ich sinnvoll. Der Neurologe hat offensichtlich kein Labor, die Blutabnahme dürfte bei ihm - wenn überhaupt - die Ausnahme sein. Für mich ist es auch zeitlich und "geografisch" viel praktischer.

Ist bei Dir aber "Lamotrin-Spiegel" nur als nüchtern oder nach Einnahme gedacht? Nicht wie bei mir "davor - danach"?

LG

mezeg


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