Angst vor Anfällen beim Partner
Hallo ihr Lieben!
Ich bin absolut neu hier, nur so als Vorwarnung :)
Mein Freund und ich sind jetzt seit ca. 1,5 Jahren ein Paar und wohnen davon ca. die Hälfte der Zeit zusammen.
Seit dieser Zeit (vom Punkt des Kennenlernens an) hatte er ca. 6 Anfälle, zwei davon hab ich miterlebt.
Es war nicht schön, aber ich hab mich an die Grundzüge der Ersten Hilfe gehalten und somit eh so ziemlich alles getan was man tun kann.
Zur Häufigkeit muss ich sagen dass er drei davon vermutlich hatte weil seine Medikation umgestellt wurden. (Alle drei Anfälle waren in einem Zeitraum von 1,5 Monaten)
Bei zweien vermute ich dass sie ausgelöst wurde weil er die Nacht davor ordentlich gefeiert hat, dementsprechend betrunken war und am nächstenTag recht früh raus musste.
Er hat erst seit er 21 ist Epilepsie, bzw. Hatte damals seinen ersten Anfall, heute ist er 24.
Er ist bekommt fast eine der höchsten Dosen die man eben so bekommt (entschuldigt bitte das ich weder die Menge noch das Medikamente kenne aber die Tabletten wurden einige Male gewechselt).
Zusätzlich hat er einige Allergien (Staub, versch. Pollen und Gräser und so seltsame Dinge wie dass er Äpfel nur essen sollte wenn sie nicht roh sind), Neurodermitis und inzwischen zum Glück nur noch leichtes Asthma.
Soweit der Überblick für die unter euch die sich damit auskennen / Erfahrung haben.
Mein Problem an der Sache: Für mich ist das absolutes Neuland. Ich komme aus einer sehr "gesunden" Familie. Meine Geschwister und ich waren eher Spezialisten für Knochenbrüche o.ä. - rein von unserer Physis her sind wir eher der Typ "robust". Ich habe also keine Praxis wenn es darum geht aufzupassen,, zu planen oder auf irgendwelche Anzeichen zu achten.
Ich mag diesen Mann wirklich sehr und es macht mir furchtbare Angst dass mal niemand da ist wenn er einen Anfall hat (er musste schon zweimal genäht werden, verletzt sich wirklich jedes mal und einmal war er schon Blau angelaufen weil er seine Zunge verschluckt hatte).
Er möchte sein Leben normal weiterleben ohne Einschränkung (was ich wirklich sehr, sehr gut verstehen kann ich wünsche ihm / uns das ja auch), aber er geht halt gern mal feiern (laut Ärztin ist Alkohol sehr zu vermeiden) was ich auch verstehe, wir sind beide im Gastgewerbe tätig - da lässt sich das als junger Mensch schwer vermeiden und das will ma eig. auch nicht.
Ich war sonst immer eher der gelassene Typ, doch jetzt werde ich manchmal schon nervös wenn ich daran denke dass er feiern geht und nachher mit dem Rad einen eher selten befahrenen Weg zurückmuss. Oder wenn er sich ein oder zwei Stunden in seiner Freizeit für 'ne SMS Zeit lässt. Nachdem ich einmal nach Hause gekommen bin und in eine für unvorbereitete Menschen recht große Blutlache reingetreten bin (er hat im Bett gelegen und geschlafen und sich nicht mehr erinnert, aber aus seiner Müdigkeit rückgeschlossen dass da wohl ein Anfall war) ist es natürlich schlimmer geworden.
Ich nerve ihn weil ich öfter nachfrage ob es im gut geht usw. und er nervt mich weil ich unsicher bin, einige Mal wirklich sehr große Angst hatte das ihm was passiert ist (nicht nur nach den Anfällen, dass ich danach heulend neben ihm gesessen hab ist wohl all zu verständlich) und etwas mehr Geduld von seiner Seite erwarte wenn ich mal wieder Panik schiebe.
Ich brauche Erfahrungen und Tipps von anderen, da ich niemanden in meinem Umfeld mit einer ähnlichen Situation habe. Ich und er wollen beide nicht dass sich alles nur um seine Krankheit dreht (tut es nicht aber das soll sich auch nicht ändern). Ich will es aber auch nicht ignorieren, zu mal wir in ca. einem Jahr eine Europa/Asientour mit dem Auto planen. Bitte helft mir dass Mittelding zwischen "Ich will ihn nicht bemuttern" und "ich will nicht dass ihm was passiert" zu finden.
Liebe Grüße
Anna
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Annnnnnnnnna,
20.09.2013, 00:30
- Angst vor Anfällen beim Partner - Shmith, 20.09.2013, 09:35
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