Angst vor neuem GM bei Freund
Nun zum eigentlichen. Ich bin total traumatisiert von dem Anfall und habe jeden Morgen und auch tagsüber einfach nur Angst das er wieder einen Anfall hat. Mein Herz rast bei jedem Zucken und bei jedem kleinsten Geräusch.
Das gibt sich schon wieder mit der Zeit und ist nur menschlich, im ersten Moment das alles erst einmal verarbeiten zu müssen. Du kannst ja mit Deinem Freund drüber reden - das tut sicherlich Euch beiden gut.
Ich weiß das ich bei einem Anfall ruhig bleiben muss und am besten nen Notarzt rufen soll und seinen Kopf schützen.
Das ist was, worüber Du mit Deinem Freund - und der auch mit seinen Ärzten - sprechen solltest, was er denn gerne hätte, denn nicht immer muss wegen eines Anfalls gleich ein Notarzt her. Wenn seine bisherigen immer so im Rahmen von drei Minuten lagen und bei ihm nix medizinisches dagegen spricht, könnte es ihm ja lieber sein, wenn Du die drei Minuten erst abwartest, ob der Anfall in denen aufhört und ggf. erst danach einen Notarzt rufst. Ob man sich im Krankenhaus erholt oder zu Hause, das macht für viele keinen großen Unterschied - abgesehen davon, dass man zu Hause besser durchschlafen kann, weil nicht alle paar Stunden ein Pfleger im Zimmer vorbeischaut. Mich - meine Anfälle dauern auch nicht länger - haben sie, nachdem die Epi bekannt war, sowieso immer noch am selben Tag wieder heimgeschickt. Da ist es entspannter, gleich am nächsten Tag zum Neurologen zu gehen.
Ich weiß, hört sich seltsam an, aber mit ein wenig Gewöhnung fällt das eigentlich nicht schwer.
Aber der Gedanke allein mit ihm zu sein während er wieder so einen Anfall bekommt jagt mir eine riesen Angst ein. Ich sage mir immer hm er hatte erst 3 Anfälle und immer nen ewig langen Abstand da passiert jetzt nichts mehr, aber man weiß ja nie und so wirklich helfen tut mir das nichts zumal es noch 4 Wochen dauert bis er bei der eventuell ausreichenden Dosis angekomen ist.
Sieh's mal so: Bei ihm stehen, wie Du ja selbst schreibst, Chancen darauf, dass in absehbarer Zeit kein Anfall mehr kommt, gut. D.h seine Schwelle zu einem Anfall (die hat ja jeder Mensch), scheint ja jetzt nicht so extrem niedrig zu sein. Und wenn die Medis bei ihm anschlagen, kommt da noch ein bisschen auf den Damm drauf. Und wenn Du Dich gut um ihn kümmerst (vielleicht nicht gerade bemuttern, aber halt schauen, dass er z.B. halbwegs ausreichend und regelmäßig Schlaf bekommt, wenn seine bisherigen Anfälle damit einhergingen - Schlafentzug ist so einer der klassischen Provokazionsfaktoren), kommen da nochmal ein paar Backsteine oben auf den Damm. Dann wird schon alles irgendwie werden.
Außerdem hab ich Angst ihn mit meiner Angst anzustecke, so dass er am Ende einfach nen Anfall bekommt aus der Panik heraus einen zu bekommen.
Wie gesagt, sprecht miteinander. Er wird sich gerade vermutlich nach dem neuen Anfall auch nicht super toll fühlen und dann könnt ihr Euch gegenseitig etwas aufbauen.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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Linchen,
07.06.2014, 12:10
- Angst vor neuem GM bei Freund - huge88, 07.06.2014, 15:56
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mezeg,
07.06.2014, 20:12
- Angst vor neuem GM bei Freund - Matze, 10.07.2014, 11:35
- Angst vor neuem GM bei Freund - Sr.Steffi, 08.06.2014, 21:03