Epilepsie und Traumata (echte und unechte Anfälle)

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 09.08.2015, 09:22 (vor 4025 Tagen) @ pegasus

Heute will ich eine Therapie machen, aber suche natürlich nach Möglichkeiten diese zu vermeiden, obwohl ich in regelmäßigen Abständen die Psychotherapeuten anrufe und um ein Erstgespräch bitte und die bisherigen konzentrieren sich nicht darauf, was wirklich traumatisch gewesen ist, sondern was vor meinem tatsächlichen traumatischen Erlebnis als vermeintlich traumatische Erlebnisse klazzifiziert wurden.

Aber das ist natürlich meine Schuld und deswegen bin ich natürlich auch das Problem.

Ich glaube nicht, dass es Deine Schuld ist, aber vielleicht verstärkst Dein Verhalten den Eindruck der Psychotherapeuten, dass man dort tiefer graben müsste. Immerhin werden die darauf ausgebildet, ja genau das aus einem hervorzuholen, worüber man gar nicht sprechen möchte und das man verdrängt hat.

Ich habe Angst vor Menschenansammlungen...

Vielleicht wäre dann ja abseits der klassischen Psychotherapie eine einfache Verhaltenstherapie der geeignetere Einstieg für Dich, um mit dem Punkt besser klarzukommen?

Ich meine, wo kommen wir denn dahin, dass jemand als Kind bereits übertherapiert wurde und deswegen schon soviel Selbstreflexion, Selbsterkennung und Selbsttherapie eingetrichtert bekommen hatte, dass es zum Himmel stinkt und das dieser dann das auch strikt bisher alleine angewendet hatte und nun vor dem Problem steht, nicht mehr weiter kommen zu können, ist natürlich total unrealistisch für jeden der das hört.

Ich würde das nicht als komplett unrealisitisch abtun, alles was es dazu braucht hat jeder von uns in sich, aber kann es nicht auch möglich sein, dass Du dabei "über's Ziel hinausgeschossen" bist? Um noch einmal zurück auf meine Frage nach Deinem eigentlichen Trauma zu kommen: Ist dieses Trauma, über das Du sprichst, oder ein Teil davon, vielleicht die Erfahrung der vielen Therapien aus Deiner Kindheit und der Hilflosigkeit, mit der Du diesen ausgesetzt warst?

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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