Epilepsie und Traumata (echte und unechte Anfälle)

ruth-etc., Tuesday, 08.09.2015, 20:49 (vor 3994 Tagen) @ pegasus

Hallo Pegasus

Auf der Seite: Deutsches Institut für Psychotraumatologie - DIPT findest man, nach meinem Empfinden, gute Informationen zu Beratungsstellen. Aber auch Selbsthilfe und speziell ausgebildeten Therapeuten. In dem Bereich geht es ja unter Umständen schon um ganz andere Therapieformen. EMDR beläuft sich z.B. (wenn es anschlägt) auf etwa 20 Sitzungen. Nur mal als Beispiel.

Und in einer Traumaambulanz war ich ebenfalls schon, dort werde ich nicht aufgenommen wegen der Epilepsie, denn wenn ich umkippe ist das nicht förderlich für die anderen Patienten.

Je nachdem was der Einzelne dort erlebt hat kann so etwas schon ein enormer Trigger sein. Und wenn die Seele plötzlich und unerwartet etwas Preis gibt und das zudem noch in einer Menge die man nicht mehr sortieren kann, ist das als würde von allen Seiten ein riesiger Blitz mit hunderten von Bildern auf dich zukommen...

Mein Neurologe verschrieb mir Sertralin. Ohne meinen Arzt, dieses Medikament und jemand der mir zeitweise virtuell zur Seite stand hätte ich es seinerzeit nicht geschafft da durch zu kommen. Als immer mehr nach kam dosierte er auf und als ich metkte dass das SSRI anschlug, begann ich eine Tiefenpsychologische Psychotherapie. Doch nach jeder Sitzung ging es ca. 2-3 Tage später los mit Anfällen. Das war wohl der Moment wo sich alles wieder etwas gelegt hatte und ich sozusagen zur Ruhe kam (drücke es mal so aus).

Nach 10 Sitzungen a' 50 Minuten meinte der Psychiater, das er an der Stelle dann doch lieber Schluss machen würde. Wenn ich das angehen möchte, müssen zuerst die Anfälle besser unter Kontrolle sein. Nehme das Sertralin seit etwa 6 Jahren. Aktuell 100mg / Tag und habe zumindest subjektiv nicht das Gefühl das ich dadurch mehr Anfälle habe als ohne. Anderes wäre für mich schwerer zu ertragen.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und das du einen Weg für dich finden kannst.

Liebe Grüße
Ruth


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