GM-Anfall zur Bundesstraße - Folge

mezeg, München, Sunday, 02.10.2016, 10:56 (vor 3605 Tagen) @ mezeg

Als ich auftauchte, lag ich auf dem Radweg, vier Männer in weißen T-Shirt und roter Hose um mich, der eine zu mir gebeugt, eine Hand Richtung meiner linken Wange. *

Ich habe sehr wohl registriert, daß sie mich mit Namen ansprachen und mit den üblichen Sätzen zur Antwort stimulieren versuchten, dann mir sagten, sie nehmen mich ins Krankenhaus.

Die Freunding stand etwas hinten links von mir, beugte sich dann zu mir und sagte sie kümmert sich um das Rad. Ob ich es "wörtlich" oder "wortlos-gefühlt" verstanden habe, ist mir nicht klar.

Im Sanka mit den vier Männern fühlte ich mich ausgesprochen wohl und entspannt. Der eine versuchte mich zum Sprechen zu bringen, ich versuchte etwas, der wohl unverstanden wurde. Dann mit etwas Mühe brachte ich "Ich bin Französing" raus. Nicht aus Nationalstolz, aber damit sie meine Sprachschwierigkeiten nicht zu hoch bewerten. War also bereits in der Lage logisch zu denken: Problem erkennen, Lösung ausdenken und ausführen. Das Gleiche im KKH, als der eine meinen Blutdruckh messen wollte: "Ich habe 110 / 70". Nicht um ihn daran zu hindern, aber weil für mein Alter etwas niedrig, zum Vergleich.

Später im Gang der Ambulanz mit anderen Patienten fühlte ich mich erstaunlich wohl, entspannt... befreit. Alle ruhig und freundlich, kein emotionaler Stress mehr. Unter der Obhut von Sanitätern "wachte" ich ungewöhnlich schnell auf, keine bleiernde lange Müdigkeit danach wie sonst.

Auch als die Freundin nachkam und mein Rad zurückbrachte, nicht mehr dieses Abhängigkeitsverhältnis. Ich hätte an diesem Abend alleine im Hotel geschlafen und wäre am nächsten Tag ohne Hektik zurückgefahren, sie wollte auch zurück, war über mein entspanntes Verhalten verblüfft.

Ich lasse mich nun nicht mehr ohne emotionalen Druck stressen, und entscheide allein, je nachdem wie ich mich fühle. Das muß ich aber auch übermorgen dem Neurologen beibringen...

mezeg

* Um meine Reaktionen zu testen hatte mich der Sanitäter die Wange gestreichelt - Bericht vermerkt. Hier im Dezember blutig gepiekst. Moral der Geschichte: Wollt Ihr unbedingt einen Anfall öffentlich machen, dann lieber in Österreich!


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