Verlangsamtes Denken und Handeln durch Epilepsie?

chrissie, Saturday, 10.06.2017, 17:49 (vor 3353 Tagen) @ Mareike

verlangsamtes Denken oder Handeln war es bei mir eigentlich nie, es war fast immer aufgrund der Antikonvulsiva die Nebenwirkung in Form von Müdigkeit, dass ich mich nicht richtig konzentrieren konnte. Unter Lamotrigin (450mg pro Tag) hatte ich allerdings keine Müdigkeit, da war ich richtig fit. Die Epilepsie fing bei mir mit ca. 14 Jahren an, einfach fokale, dyskognitive Anfälle und vereinzelt Grand mal. Ich habe eine hochwertige Ausbildung im naturwissenschaftlichen Bereich gemacht, wo auch viele Abiturienten Probleme hatten. Wissenschaftler, die keine Ahnung von Epilepsie hatten, haben mich nicht eingestellt bzw entlassen, wenn die Epi nach der Einstellung aufgetreten ist, aber mein letzter Chef an einer großen Uni-Klinik hat nur gesagt:"Epilepsie: kein Problem, auch wenn Sie aktuell Anfälle hätten!" Dort habe ich später -trotz einer weiteren unheilbaren progredienten neurologischen Erkrankung- eine unbefristete Stelle bekommen!
Es werden regelmäßig neuropsychologische Tests bei mir gemacht, wo nichts auffälliges ist. Mein Epileptologe kennt mich schon 27 Jahre, vor meiner Epilepsie-OP konnte ich mir schlecht Gesichter/Bilder merken, was typisch ist für Temporallappen-Epi rechts, seit der OP habe ich dieses Problem nicht mehr und dieser Arzt bestätigt mir auch immer wieder, dass bei mir Handeln, Denken u Sprache bestens ist. Bedingt durch die weitere neurolog. Erkrankung leide ich sehr stark unter chronischer Müdigkeit, wenn dann noch Nebenwirkung der Medis dazukommen, wird es extrem, das hat aber nichts mit der Epilepsie zu tun.


gesamter Thread: