Langsamkeit durch Absencen?

mezeg, München, Saturday, 18.11.2017, 10:20 (vor 3192 Tagen) @ lyrella

hallo,

Schwierigkeiten / Fehler beim Schreiben sind nicht unbedingt Folgen von Absencen.

Beim Tippen schreibe ich mal ein Wort, daß ich nicht al "korrekt" bewerte und es merke. Auf Absencen schiebe ich es nicht - bis jetzt - zu. Tippen kann ich aber sehr schnell, "blind" und korrekt schreibe, keine übliche Schreibfehler.

Das Wort hat aber nicht die "richtige Form". Seit langem habe ich festgestellt, daß ich ein Wort an deren Form identifiziere, kann daher sehr schnell lesen. Habe ich für ein Wort keine "Form" parat muß ich es buchstabenweise auseinander nehmen. Bei Texten mit schlechter Rechtschreibung wird es sehr anstrengend. War immer so, auch vor der Epilepsie. Bleib ich bei meinen anderen Sprachen "stecken", kann es eine unbekannte Form oder einfach ein Wort, daß ich nicht kenne. Da nicht so verwirrend, weil eben keine ähnliche Form im Hirn vorhanden ist.

Bei der OP wurde nah am Sprachzentrum geschnitzt. Ob ich überhaupt noch sprechen kann, wurde beim Aufwachen sofort kontrolliert.

Beim Tippen bleibe ich manchmal vor einem Wort stecken, weiß nur, daß es falsch ist, aber nicht gleich wie. Kein Rechtschreib- oder Grammatik-Fehler, einfach im Kopf nicht geformt.

Beim Sprechen habe ich allerdings nun jetzt oft deutliche Wortfindungstörung. Ich "fühle", was ich sagen möchte, finde aber keine Wortform im Denken. Oft zwischen den Sprachen verwirrt. Habe vor kurzem mit einer französischen Landsmännin über unsere Politik gesprochen und blieb stecken. Sie hat es gemerkt, nicht gewußt, ob sie selber sprechen sollte. Im Kopf tanzten nun Silben "ord", "ge", "ar". Nach ein Paar Sekunden kam mir das gesuchte Wort "Député" also "Abgeordneter".

Wenn man sehr schnell, sehr heftig, sehr lange spricht, nehme ich nach einer Weile nur noch "Geräusche" wahr.

Für mich also kein Absencen-Zeichen.

mezeg


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