Langfristige kogn. Folgen Epilepsie?

Sonnenblümchen, Tuesday, 11.06.2024, 16:43 (vor 10 Tagen) @ MikroM

Hallo liebe Forumslesende,
ich bin neu hier und erleichtert, auf diese Möglichkeit zum Austausch gestoßen zu sein.
Zu mir: weiblich, fokale Epilepsie, Diagnose vor zwei Jahren (mit 46 J.), einmaliger tonisch-klonischer Anfall, aktuell diverse Auren inkl. Ängste. Lamotrigin 200 mg/Tag.
Frage an euch als KennerInnen: Wisst ihr von Erkenntnissen darüber, ob eine langjähriger Epilepsie kognitive Nachteile wie Demenzneigung o.a. mit sich bringt?
Bzw. welche Risikofaktoren das begünstigen?
LG und danke für eure Gedanken dazu,
MikroM

Hallo,

ich (42.Jahre) würde mir zum Thema kognitive Folgen von epileptischen Anfällen nicht zu große Gedanken machen. Ich habe eine therapieresistente Epilepsie seit meinem 4. Lebensjahr. Seit einer erfolglosen Hirnoperation habe ich leichte Gedächtnisstörungen. Im Rahmen von schweren Anfällen kann es zu sog. Dämmerzuständen kommen, die ich schon oft erlebt habe, aber irgendwann danach wird man wieder verletzt oder unverletzt wach und es ist alles wie vorher. Ich kann mir vorstellen, dass solche Anfälle über die Jahre nicht so gut für das Gedächtnis sind, aber viele Epilepsiekranke werden ja mit dem passenden Antiepileptikum auch anfallsfrei oder bekommen zumindest keine schweren Anfälle mehr.

Insgesamt würde ich mir nicht zu große Gedanken machen wegen dem Thema Demenzentwicklung. Ich bin hochgradig schwerhörig und trage von morgens früh bis abends spät meine Hörgeräte und versuche damit meinen Kopf etwas zu trainieren (das Hörgerät auszuziehen und sich etwas "abzuschirmen", wirkt für viele auch etwas entspannend).

Viele Grüße


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