Ospolot (Sultiam) als Erwachsener

Anici, Tuesday, 12.08.2025, 15:12 (vor 368 Tagen) @ Celine

Hallo Celine

Ich schreibe hier als Mutter meiner 35j. besonderen Tochter, mit Epilepsie.

Meine Tochter bekam mit 12 Jahren dieses Medikament, ebenfalls in geringer Dosierung und sie wurde anfallsfrei.
Mit 28 Jahren haben wir begonnen, das Medi auszuschleichen. So wie auch Anton schrieb weiß ich, dass dieses Medikament verschrieben wird bei Kindern, hauptsächlich mit Rolando-Epilepsie. Aber eben nicht nur, wie bei meiner Tochter. Da sie rasch krampffrei wurde, blieb die Dosierung der Einschleichphase und wäre bei aufflammen erhöht worden, so der verschreibende Professor der Uniklinik.

Leider kamen die Anfälle im Jahr 2021 zurück, im Jahr 2024 richtig heftig. Sie hat leider die großen Anfälle mit Bewusstseinsverlust und aussetzen der Atmung. Also blieb uns nichts übrig, wir brauchten eine Medikation.

Nun bekommt sie Lamotrigin. Es ist besser geworden, jedoch nicht zufriedenstellend, erst heute morgen hatte sie wieder einen großen Anfall, ansonsten haben wir hin und wieder kleine Anfälle, die wir zuvor nie hatten. Diese sind ohne Bewusstseinsverlust und aussetzen der Atmung.

Als es darum ging, ggf. ein zusätzliches Mittel zu verabreichen, frug ich nach Ospolot. Schließlich hat dies meine Tochter damals zumindest anfallsfrei bekommen und das mit sofortiger Wirkung. Klar, das muss nicht heißen, dass das nun wieder so abläuft.

Also bei uns ist das genau anders herum, ich würde es gerne versuchen, ob wir es mit Ospolot schaffen, krampffrei zu werden. Aber, dieses Medikament ist 3x so teuer, wie die, die wir aktuell bekommen. Über 70€ eine Packungseinheit. Das derzeitige Mittel etwas um die 20€. Der Arzt kann es erst mit der Bestätigung der Kostenübernahme d.d. Krankenkasse verschreiben, welche wir beantragen müssten bzw. der Arzt würde mir dann etwas schreiben. Darauf wird eswohl hinaus laufen.

Anders als Anton schrieb, wurde uns dieses Mittel damals verschrieben, weil eine regelmäßige Blutspiegelkontrolle bei und mit meiner Tochter nicht durchführbar gewesen wäre. Er verschrieb es mit der Begründung, dass dieses Mittel eben nicht so arg auf Niere und Leber greift - den genauen Wortlaut schaue ich dann mal nach. Und dadurch eine regelm. Blutkontrolle nicht so erforderlich wäre, wie bei anderen Mitteln.

Eine Veränderung fiel mir nur beim Einschleichen auf, das übliche wie bei anderen Medis dieser Art mit Müdigkeit und sie war nicht ganz bei sich. Aber das änderte sich und mir fielen keine anderen Einschränkungen oder Nebenwirkungen auf.

Wenn ich er wäre, würde ich bei diesem Medi bleiben und die Dosierung erhöhen, eher ich ein neues Medi versuche, wo ich nicht weiß, ob das auch so erfolgreich krampffrei macht. Versuchen würde ich es. Und wär ich er, würde ich da noch nicht mal fragen, ich würde es in Eigenverantwortung erhöhen, aber langsam. Ihr wisst ja, dass ihr unter der Maximaldosierung seid - was sollte das Problem sein. Beim nächsten mal dem Arzt mitteilen, dass ihr aufdosiert habt, weil ... wir sind doch eigenverantwortliche, mündige Menschen, da kann man auch diese Entscheidungen treffen. Das ist aber meine Einstellung - so handhabe ich es.

Liebe Grüße
Anici


gesamter Thread: