Re: brauch eure hilfe

Hamburg-Thomas @, Thursday, 25.01.2007, 21:38 (vor 7148 Tagen) @ clara

[zitat=clara]hallo,
ich bin clara und bei der recherche für meine facharbeit über epilepsie auf eure seite gestoßen.es wär sehr nett wenn ihr mir eine frage beantwortet.
ich würde gerne wissen in wie weit euch eure krankheit im alltäglichen leben und im sozialen kontakt oder auch aus psychischer ebene beeinflusst bzweinschränkt.
ich freue mich über jede antwort,
danke clara[/zitat]

Hallo Clara,

da bist Du für Dein Vorhaben hier richtig. Viele Betroffene schreiben sachkundig in einer befreienden Anonymität.

Epilepsie schränkt ein: Nicht jeder Beruf, nicht jede Sportart oder Freizeitbeschäftigung darf ausgeübt werden.
Dazu das Fahrverbot, wenn nicht mindestens ein anfalfreies Jahr nachgewiesen wird.

Mir hat schwer zu schaffen gemacht, daß meine Eltern und Brüder sich abgewandt haben, mit der Diagnose ich sei geistesgestört und schwachsinnig.

Die Anfallsfreiheit zu erreichen, ist ein langer oft von Rückschlägen behafteter Weg. Denn die Wirkung der Medis ohne übertriebene Nebenwirkungen zu erreichen, kann dauern. Bei jedem wirkt es anders. Dazu die Kombi aus mehreren Medis.

Da kann man schon verzweifeln. Der Wille muß so stark, sein weiterzumachen- ähnlich wie bei Suchtentzug.

Allerdings erhalte ich auch von Kollegen vielfach Verständnis und Offenheit, selbst Betroffene zu kennen.

Mein Neuro gab mir den Hinweis, daß mein Umfeld in der Bank da holft. Nur bewege ich mich nicht nur unter Spitzenverdienern Dr. und Prof. sondern auch beim Fußball, Nachbarschaft und Bekannten in allen sozialen Schichten.

Es hängt aus meiner Sicht auch vom eigenen Umgang mit der Epi ab, wie schwer diese einschränkt.

Viele Grüße,

Hamburg-Thomas


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