Re: Re: Erfahrung mit Absencen-Epilepsie

Superbeowulf @, Tuesday, 30.10.2007, 10:18 (vor 6870 Tagen) @ Superbeowulf

Hallo Britta und Anton,
danke noch für die Antwort. Also Fieberkrämpfe und OP hatte ich nie, bei mir lief die Geschichte anders ab.
Es hat damit begonnen, dass ich mit etwa 18 Jahren erstmals eine Psychotherapeutin aufsuchte, weil ich alles in allem mit meinem Leben nicht mehr klar kam. Ich war schon vorher wegen einer depressiven Phase bei einem Psychologen, doch das war ein absoluter Vollidiot. Ich kam in der Schule nie richtig mit und hatte Probleme im Umgang mit anderen Menschen. Ich war geschlagene zwei Jahre, einmal pro Woche bei ihr und wir drehten uns nur im Kreis. Eines Tages entschloss ich mich nach einem Gespräch meinen alten Kindergarten aufzusuchen und traf dort die ehemalige Praktikantin, die heute Kindergärtnerin ist. Durch Zufall hatte sie damals mich als Fallbeispiel aufgenommen und den Bericht bis heute noch aufgehoben. Sie übergab mir eine Kopie und da standen haarsträubende Dinge über mich drin. Ich hatte extreme Entwicklungsdefizite. Meine Psychotherapeutin machte sich aus alledem nicht viel und auch das ich im Entspannungszustand immer so ein seltsames monotones Farbspiel sehe, erregte in ihr keinen Verdacht. Gegen Ende der Therapiestunden bekam ich von selbst den Verdacht, dass es etwas „neurologisches“ sein könnte, was sie aber nicht glaubte. Also ging ich auf eigene Faust zu einer Neurologin und sie brauchte keine fünf Minuten und hatte bereits einen Verdacht. Nach CRT und EEG stand fest „Absencen-Epilepsie“ seit dem Kindesalter. Wahrscheinlich genetisch bedingt. Nach drei Monaten wirkte das Lamotrigin (nehme heute Topiramat) vollständig und ich weiß noch was meine Neurologin zu mir sagte. „Willkommen im Leben.“


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