Re: Abscencen Epilepsie/Mobbing von Lehrerin

Andrea @, Thursday, 17.01.2008, 18:07 (vor 6790 Tagen) @ Yvonne

[zitat=Yvonne]Hallo!

Seit ca. 2 Jahren wird meine Tochter wegen Abscencen behandelt. Schon kurz nach Tabletteneinnahme damals stellten sich die Abscencen ein und sie ist unter Tabletteneinnahme völlig beschwerdefrei ( Orfiril long 150 ).
Der Arzt und wir waren damals der Meinung es sei richtig die Klassenlehrerin darüber zu informieren. Was sich leider als absolut falsch herausstellte. Denn seitdem wird unsere Tochter unserer Meinung nach von der Lehrerin und den Mitschülern gemobbt. Es ist mittlerweile soweit, dass sogar von der Lehrerin ein Antrag auf Förderschule ( Sonderschule ) gestellt wurde! Natürlich ein großer Schock für uns, da unsere Tochter nun wirklich keine gravierende Differenzen in der Schule vorweist!
Gibt es hier vielleicht jemand der solches oder ähnliches erfahren hat? Wie seid Ihr damit umgegangen? Uns macht das psychisch fertig. Es handelt sich schließlich nicht um die schwerste Form von Epilepsie, sondern "nur" um Abscencen. Alles fing an ab dem Tag wo wir der Lehrerin Bescheid gegeben hatten. Davor lief alles ohne Probleme. Keine Einträge, keine Gespräche ausser der Reihe etc. Die Lehrerin streitet natürlich ab, als wir Ihr schriftlich mitgeteilt haben, dass wir das Gefühl haben das geht erst so seitdem wir Ihr von den Abscencen erzählt haben.

Liebe Grüße

Yvi[/zitat]

Hallo Yvonne,

das was du hier schreibst hab ich als Mutter auch vor einigen Jahren erlebt.
Ich kann also nachempfinden was du gerade durchmachst. Meine Tochter wurde nicht nur von der Lehrerin anders (schlechter) behandelt sondern auch von den "Eltern" der Mitschüler gemobbt. Kurzfristige Absagen zu vereinbarten Verabredungen usw......Einladungen zu Geburtstagsfeiern blieben plötzlich aus ....
Meine Tochter leidet ebenfalls an Absencen und wurde zuerst auf Orfiril eingestellt. Sie hat eine lange Krankengeschichte hinter sich mit Höhen und Tiefen. Sie hat durch die Krankheit und Medikamenteneinnahme auch ein geschwächtes Immunsystem und war sehr oft krank. Aber es gibt auch Gutes zu berichten. Obwohl ihr Ergotherapeut kurz vor der Einschulung gemeint hat sie wäre "nicht schulfähig", und auch später immer wieder von Lehrern gesagt wurde, dass es besser wäre sie würde die Schule spät. nach der 10 Klasse verlassen, hat sie es geschafft. Sie hat ihr Abitur gemacht und studiert heute. Trotz der vielen Fehltage in der Schule, trotz der negativen Vorhersagen vieler Lehrer, trotz der vielen gesundheitlichen Rückschlage!!! Das schlimmste in meinen Augen ist es, sich der Erkrankung zu beugen und aufzugeben.
Ich hoffe, dass ich dir und deiner Tochter etwas Mut machen konnte. Lasst euch nicht fertig machen von Leuten die "absolut keine Ahnung" haben. Von Leuten, die diese Erkrankung total falsch einordnen und sich benehmen als wäre sie ansteckend.
Wenn ihr noch Fragen habt, vlt. kann ich euch weiterhelfen.
Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunt.
Liebe Grüße
Andrea



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