Keppra + Ergenyl

ratlos @, Wednesday, 18.06.2008, 15:00 (vor 6637 Tagen)

Hallo,

ich suche euren Rat, da Ärzte doch fast ausschliesslich nur zum Rezeptblock greifen. Kurz meine Geschichte:

Den ersten Anfall erlitt ich mit knapp 19 Jahren - 2 Wochen nach der Geburt meines 1. Kindes. 2 Jahre später wurde ich dann, da sich die GM nicht abstellen wollten, auf Timonil eingestellt. Das Ergebnis war für mich und meine Familie mehr, als fragwürdig. Statt der bisherig - gelegentlichen Anfälle, hatte ich nun regelmäßig 2 im Monat. Meine Neurologen (ja, ich suchte verschiedene auf) experimentierten an mir herum, aber immer mit Timonil. Ich setzte es dann ab - eher zufällig, da ich keine Zeit hatte, in die Apo zu gehen. Erfolg stellte sich bald ein, mein Mann meinte sogar wörtlich: Endlich ist Ellen wieder da.

15 Jahre war ich anfallsfrei, bis sich im letzten Jahr die Anfälle wieder häuften - bis hin zum SE. Trotzdem blieb ich ohne Medikation. Nun aber wurde es so heftig, dass man mich auf Ergenyl einstellte, welches ich - eigentlich - recht gut vertrug, wenn da nicht diese Nebenwirkungen wären:

Haarausfall
Akne
starke Gewichtszunahme
Agressivität
Depressiv
u.v.m.

mein Neurologe (übrigends ein FA in Kehl-Kork) meinte, es sei wahrscheinlich, dass ich mit Keppra besser zurechtkomme, doch zu den genannten Nebenwirkungen macht sich nun (u.a.) noch eine unendliche Müdigkeit bemerkbar.Eigentlich tauge ich für einen normalen Alltag gar nicht mehr. Selbst diesen Text zu formulieren fällt mir schwer & mein Lebensgefährte hält mich für einen wandelnden Zombie.

Was ratet Ihr mir, wenn ich euch um Hilfe bitten darf.

Gruß
Ellen


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