Re: Epilepsie in der Schwangerschaft
Hallöchen,
mit der Krankheit ist es manchmal schon schwer umzugehen, da dies im Bekanntenkreis gleich als "bescheuert" abgestempelt wird. Mir ist das zum Glück nicht passiert, ich hatte immer Freunde, die das verstanden haben. Was mir am Anfang schwer fiel, es anderen zu sagen. Es wußte am Anfang nur meine Familie und mein damaliger Freund und mein jetziger Mann. Sonst niemand! Ich hab es und seh es immernoch als Privatsphäre an.
Mittlerweile bin ich stolz drauf, daß ich das hinter mir hab und die Mut hatte mich operieren zu lassen.
Solang das bei dir nachts nur auftritt, wird das denk mal auch so bleiben, mußt keine Angst haben. Und selbst wenn du es mal tagsüber haben wirst dann weißt du ja wie es sich anfühlt und was du tun mußt/kannst.
Ich habe während den Schwangerschaften 300 mg Lamictal täglich genommen. Mir wurde gesagt bei meinem 2. Sohn ich kann ruhig stillen, soll ich sogar wegen Entzugserscheinungen, und immer wieder Blutkontrollen machen lassen beim Kind. Da ich das Stillen aber eh schrecklich fand, hab ich irgendwann ca. 3 Wochen abgestillt. Also scthaden tut das net, aber ohne ist auch net schlecht von daher.....
Beim zweiten Kind würd ich es einfach probieren. Bei mir wurde das bei einem Proffessor nachgefragt und er dazu geraten es zu versuchen und zu stillen aber unter Kontrolle vom Kinderarzt eben mit Blutuntersuchungen/-kontrollen.
Mach dir keinen Kopf, du machst schon dann das Richtige wenns soweit sein sollte daß du eine tagsüber bekommst.
Falls du noch Fragen hast kannst sie gerne stellen.
LG
Brigitta
[zitat=Juliane]Hallo!
Während der Schwangerschaft mit meinem Sohn sind bei mir im Alter von 29 Jahren erstmals epileptische Anfälle (so wie es aussieht Schlaf-Grand-Mal, ev. sek. generalisiert) aufgetreten. Ich hatte meinen ersten Anfall im 3ten Schwangerschaftsmonat - den haben wir aber noch nicht als solchen wahrgenommen. Den zweiten Anfall hatte ich dann im 5ten Monat, worauf ich in der Neurologie war und dort die Diagnose Epilepsie gestellt wurde. Von da an wurde ich mit Lamotrigin 100mg/die therapiert. Nach der Geburt unseres Sohnes haben wir uns gemeinsam gegen das Stillen entschieden, da wir Angst vor Wirkungen auf unseren Sohn hatten. Mit dieser Entscheidung komme ich nach wie vor nicht gut klar (obwohl der Kleine jetzt schon 15 Monate alt ist)-ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich mich besser fühlen würde wenn ich gestillt hätte.
Nach dem letzten Anfall in der Schwangerschaft war ich 14 Monate anfallsfrei-dann kam leider wieder ein Anfall im Schlaf..... Nun wurde die Dosis auf 200mg/die erhöht, ich habe aber immer noch Angst vor einem erneuten Anfall!!!! (Ich habe Panik davor, daß ich vielleicht mal einen Anfall tagsüber bekomme und das im Vorfeld nicht merke.)Vor allem deswegen, weil wir in nächster Zeit gerne noch ein Kind bekommen wollen.
Mir fällt es nach wie vor sehr schwer die Krankheit zu akzeptieren und ich wüsste gerne mal, wie andere betroffene Mütter mit ihrer Krankheit umgehen. Ich habe immer Angst davor, daß meinem Kleinen etwas passiert wenn ich einen Anfall bekomme.
Ich danke Euch allen schonmal für Eure Antworten und hoffe, daß ich daraus viel positives für mich entnehmen kann.
Viele Grüße
Juliane[/zitat]
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Juliane,
25.08.2008, 20:05
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