Re: Umstellung in der Klinik

Anton @, Tuesday, 04.11.2008, 18:51 (vor 6498 Tagen) @ Annika

Hallo Annika,
es ist schon so, wie Julia sagt. Es kommt darauf an, in welcher Klinik es gemacht wird. Ich habe einige Umstellungen mitgemacht, habe drei Arten Kliniken kennengelernt.

a) Die Neurologien kleiner und mittelgroßer Krankenhäuser, die auf Epilepsie nicht spezialisiert sind. Den Aufenthalt dort kann man aus meiner Sicht vergessen.

b) Die Epilepsie-Ambulanzen, sie sind meistens den Neurologien größerer Krankenhäuser angeschlossen. An Fachärzten findet man dort Epileptologen, zumindestens aber Neurologen mit einer Zusatzausbildung für Epilepsie (Epilepsie-Zertifikat). Ich habe es als sinnvoll gesehen, hier einen Wechsel der Antikonvulsiva vorzunehmen.

c) Eine Umstellung in Verbindung mit einer General-Untersuchung (Intensiv-EEG-Monitoring)wird in den Epilepsie-Zentren gemacht. Hier ist nicht nur ein Facharzt zugegen, der Patient wird ausschließlich von Epileptologen versorgt.

Die Umstellung läuft fast immer nach einem Muster. Erst das neue Medikament eindosieren und dann langsam mit dem Alten heraus gehen.

Zu Deiner Frage, ob es zu Anfällen kommt: Es wird versucht, Deinen Körper so schonend wie möglich auf neue Tabletten umzustellen. Da sind Anfälle möglich, aber nicht die Regel.

Ich wünsche dir viel Erfolg, keine negativen Vorkommnisse und gute Besserung.

Herzliche Grüße
Anton


gesamter Thread: