Re: Re: Re: Lamotring & Schwangerschaft? Wer hat Erfahrung?

Brigitta @, Saturday, 08.11.2008, 19:50 (vor 6494 Tagen) @ Kapuzinerkresse1

Hallöchen,

meine Kinder waren nicht mehr/nicht weniger müde wie alle anderen Babys auch. Mein Großer ist ein Frühchen gewesen, aber das lag net an der Epilepsie, sondern eher an dem Streß was ich davor hatte.

Zum Entzug:

beim Großen hat das in der Klinik kein "Schwein" interessiert wie das mit meinen Medis ist nur daß ich sie normal nehmen soll wie sonst auch.
Bei Niclas war ich in einer anderen Klinik, da hatten sie sogar bei einem Professor gefragt gehabt wie das mit dem Stillen ist und den Medis, und worauf man achten muß.
Der Professor schrieb: wir sollen das Blut immer wieder kontrollieren von Niclas ob da irgendwelche Auffälligkeiten gibt oder ob sich da was ändert. Das haben wir dann auch gemacht. Hatte dann irgendwann mal aber abgestillt, weil mir das Stillen zu doof war also hatte sich das erledigt. Da man eh langsam abstillen tut wegen der Milchproduktion stellt sich das mit dem Entzug auch bei dem Baby so ein. Aber immer KONTROLLE! Dann passiert auch nix.

Zur OP: bei mir war das auch am Anfang kein Problem. Aber mit der Zeit wurden die Anfälle immer schlimmer und Medis halfen auch nie sodaß ich Schnauze voll hatte und das untersuchen lassen hab mit einer 24-Stunden-Videomonitoring. Dort wurde erstmal festgestellt, daß es von der rechten Seite ausgehen die Anfälle und bei der CTG, die ich speziell bei einem Neurologen-Röntgenpraxis machen lassen hab, wurde auch so eine Narbe rechts gesehen, wovon die Anfälle ausgingen.
Dies wurde bei der OP eben entfernt und seit dem bin ich anfallsfrei. Hab es nie bereut es gemacht zu haben, würde ich jedem empfehlen.
Einer mit dem ich auch schreibe hatte nie große Probleme mit den Anfällen und haben ihn nie beeinträchtigt hat sich aber auch operieren lassen und ist jetzt gesund.

Zur Blutkontrolle und Lamotriginkontrolle: das kannst du so oft kontrollieren lassen wie du willst. Ob es beim Neurologen ist oder beim Hausarzt ist egal. Ich würde es monatlich oder alle 3 Wochen kkontrollieren lassen. Das hat mir mal eine Professorin empfohlen mit der ich auch während der ganzen Schwangerschaft Kontakt hatte und mein Neurologe auch. Und wenn sich eben was ändert dann die Tabletten erhöhen.

Wieviel nimmst du denn nochmal? Ich nehme/nahm 150-0-150, bzw. mit der Professorin haben wir ausgemacht, daß ich 100-100-100 nimm damit das Kind net soviel davon mitbekommt.

Wenn du oben auf den Namen gehst dann zeigt der dir die Emailadresse an oder klickst gleich drauf dann kannst gleich Mail schreiben.

Hier aber meine falls das net geht: traumgirl198@yahoo.de

LG

Brigitta

PS: das ist immer hilfreich wenn der Partner damit leicht umgeht, hat meiner auch gemacht ich eigendlich auch. Aber wenn du einen Anfall hast dann stellst du dir doch immer mal die Frage: warum ich usw. das bleibt net aus, und da braucht man jemand der dich aufbaut.


[zitat=Kapuzinerkresse1]Hallo Brigitta,

vielen lieben Dank für Deine Antwort. Das ist schön, dass bei Dir die Schwangerschaften super verlaufen sind und dass es Deinen Jungs gut geht.

Es beruhigt mich sehr, dass ich immer wieder hör, dass die Kinder dann gesund zur Welt kommen. Hatten Deine dann starke Müdigkeit oder so? Wie ist das, sind sie dann quasi auf Entzug oder ist es dann egal, wenn sie das Medikament nicht mehr "mit" einnehmen? Aber anscheinend ist das ja kein Problem.

Bei mir ist auf den Bildern die in dieser Röhre (fällt mir nicht mehr ein wie die heisst) festgestellt worden, dass ich links an der Schläfe irgendwas habe. Eine kleine Ansammlung von Gewebe oder eine Narbe oder so. Genau konnte mir das noch nie einer sagen. Die ist aber kleiner geworden, und wenn überhaupt nur so gross wie ein Marienkäfer.

An eine OP hab ich nie gedacht, das wär nix für mich. Ich fühle mich durch meine Epilepsie auch in keinster Weise eingeschränkt, ich kann alles machen was ich will.

Das ist gut, dass ich jetzt weiss, dass ich den Spiegel regelmässig überprüfen lassen muss. Ist der denn bei Dir oft kontrolliert worden? Bei mir hat der Neurologe nämlich auch während der Einschleichens gesagt, man müsste das nicht testen, ich würde so wenig nehmen, dass man das eh nicht gut "rausfischen + kontrollieren" kann. Ich wusste immer nur, dass ich wenig nehmen muss, aber das ist ja relativ. Ich habe nun aber trotzdem mal mein Blut testen lassen (Ergebnis noch nicht da).

Ach ja: wie stellt man Fragen "privat"? Bin neu hier.

Schön, dass es Dir und den Jungs prima geht!

Grüsse,

Kapuzinerkresse1[/zitat]


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