Re: Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie

Ivonne Kuhnhäuser ⌂ @, Thursday, 04.12.2008, 11:52 (vor 6468 Tagen) @ Betroffen

Hallo

dass es noch große Probleme bei der beruflichen Integration von jungen und auch weniger jungen Menschen mit Epilepsie gibt, möchte ich nicht bestreiten. Leider lässt sich dieses Problem nicht einfach mit der Berufung auf den Grundsatzartikel beheben. Dazu muss man die verschiedenen Fälle schon genauer betrachten. Selbst Betroffene sollten nicht in das sogenannte Schubladendenken verfallen.
Mit unserer Arbeit möchten wir eventuelle Ursachen herausfinden um dann effektive Lösungsansätze auszuarbeiten. Integration beginnt nicht erst im Berufsleben, sondern schon viel früher. Wenn Kindern mit Epilepsie schon im Kindergarten oder in der Schule eine gute Integration und Förderung angeboten werden kann, so kann das nur hilfreich für das spätere Berufsleben sein. Und nicht nur für betroffene Kinder, sondern auch deren Mitschüler oder Klassen- bzw. Fachlehrer. Auch diese lernen einen vorurteilsfreien Umgang mit dieser Krankheit und auch anderen Krankheiten. Wer weiß, vielleicht wird ein solcher Mitschüler in seinem Berufsleben mal ein Arbeitgeber für den es überhaupt kein Thema ist Menschen mit Epilepsie in seinem Betrieb zu beschäftigen, da er einfach schon in seiner Schulzeit einen guten Freund mit Epilepsie hatte.
Leider können wir die jetzige Situation durch unsere Arbeit nicht verändern, das ist uns auch klar. Die Frage dabei stellt sich jedoch, was wir vielleicht für die Zukunft tun können. Ohne genaue Analyse der eigentlichen Problematik ist das jedoch sehr schwer.
Deshalb würde ich mich freuen, wenn auch Sie alle bei unserer Umfrage teilnehmen würden. Gesprächsbedarf besteht ja.

P.S. Durch unsere Arbeit sind wir auch auf gute Beispiele von Integration ins Berufsleben gestoßen. Es gibt sie doch und auch gar nicht so selten.

Viele Grüße

Ivonne


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