Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie
[zitat=Ivonne Kuhnhäuser]Hallo
dass es noch große Probleme bei der beruflichen Integration von jungen und auch weniger jungen Menschen mit Epilepsie gibt, möchte ich nicht bestreiten. Leider lässt sich dieses Problem nicht einfach mit der Berufung auf den Grundsatzartikel beheben. Dazu muss man die verschiedenen Fälle schon genauer betrachten. Selbst Betroffene sollten nicht in das sogenannte Schubladendenken verfallen.
Mit unserer Arbeit möchten wir eventuelle Ursachen herausfinden um dann effektive Lösungsansätze auszuarbeiten. Integration beginnt nicht erst im Berufsleben, sondern schon viel früher. Wenn Kindern mit Epilepsie schon im Kindergarten oder in der Schule eine gute Integration und Förderung angeboten werden kann, so kann das nur hilfreich für das spätere Berufsleben sein. Und nicht nur für betroffene Kinder, sondern auch deren Mitschüler oder Klassen- bzw. Fachlehrer. Auch diese lernen einen vorurteilsfreien Umgang mit dieser Krankheit und auch anderen Krankheiten. Wer weiß, vielleicht wird ein solcher Mitschüler in seinem Berufsleben mal ein Arbeitgeber für den es überhaupt kein Thema ist Menschen mit Epilepsie in seinem Betrieb zu beschäftigen, da er einfach schon in seiner Schulzeit einen guten Freund mit Epilepsie hatte.
Leider können wir die jetzige Situation durch unsere Arbeit nicht verändern, das ist uns auch klar. Die Frage dabei stellt sich jedoch, was wir vielleicht für die Zukunft tun können. Ohne genaue Analyse der eigentlichen Problematik ist das jedoch sehr schwer.
Deshalb würde ich mich freuen, wenn auch Sie alle bei unserer Umfrage teilnehmen würden. Gesprächsbedarf besteht ja.
P.S. Durch unsere Arbeit sind wir auch auf gute Beispiele von Integration ins Berufsleben gestoßen. Es gibt sie doch und auch gar nicht so selten.
Viele Grüße
Ivonne[/zitat]
Hallo Ivonne,
aufgrund der Vergangenheit wurden die verschiedenen Rechtsnormen ausgearbeitet und beschlossen. Daran sehen wir doch, dass die Problematik schon sehr viel länger besteht. Und was wurde in der Zwischenzeit erzielt?
Diese Rechtsnormen sind eigentlich dazu da, um nach Inkrafttreten umgesetzt zu werden und dass man sich darauf berufen kann. Denn bei der Lösung derartiger Probleme werden diese als Grundlage zugrundegelegt.
Es gibt sehr viele Organisationen, Institutionen und private Organisationen (sowie Privatpersonen), die seit über 60 Jahren auf diesen Grundlagen Gespräche geführt haben. Das Ziel der Umsetzung wurde bis Heute unzureichend realisiert.
Der Gesprächsbedarf sollte endlich in dem Sinne erfolgen, dass die Problematik endlich zügig gelöst und umgesetzt wird. Und solange dies nicht geschieht, werden weiterhin Gespräche mit unzureichendem Erolg geführt.
In dieser demokratischen und sozialen Gesellschaft ist gegenüber den Betroffen noch den Angehörigen eine weitere Verzögerung der Umsetzung nicht zu erklären und zu "verantworten".
Aber wahrscheinlich werden wir weiter auf eine Lösung warten dürfen. Und solange müssen wir weiter eine erträgliche Lösung suchen und finden müssen. Damit wir oder unsere Nachkommen irgendwann in der Zukunft erneut einen Gesprächsbedarf anstreben können.
Mfg
Ein"kämpfender Familienangehöriger
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- Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie -
Ivonne Kuhnhäuser,
24.11.2008, 12:34
- Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie - Anton, 25.11.2008, 10:19
- Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie - mystica, 25.11.2008, 17:45
- Re: Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie - Jessi, 27.11.2008, 00:51
- Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie -
Betroffen,
30.11.2008, 00:10
- Re: Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie - Ivonne Kuhnhäuser, 04.12.2008, 11:52
- Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie - E., 30.11.2008, 13:07
- Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie - Kritik, 02.12.2008, 09:39
- Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie - E., 02.12.2008, 20:19
- Re: Fragebogen zum Modellprojekt Epilepsie - Betroffen, 05.12.2008, 09:20