Klinik?
Hallo Musica,
dass kommt darauf an, wo du hingehst...
Ich war im Sommer 2008 für 4 Wochen in Bethel (Anfalls-Check - "was ist los mit mir") und im Herbst 2009 in der Wicker-Klinik in Bad Wildungen (nach Entfernung des linken Hippocampus)
Beide Reha-Klinken sind für "Epilepsie" ausgeschrieben, und doch so anders.
In Bethel dreht sich (fast) alles um die Epilepsie. Gespräche werden häufig über die Epilepsie geführt, die Mitpatienten haben alle Epilepsie, bzw. werden durchgecheckt, ob sie Epilepsie haben oder etwas anderes. In Bethel ist es überschaubar, bis ca. 30 Mitpatienten, da kennt man schnell jeden.
In Bad Wildungen ist die Epilepsie nur eine kleine Abteilung. Ich habe Menschen kennengelernt z.B. mit MS, Migräne, Parkinson, Tumor-Entfernungen, Depressionen, Burn Out, Diabetes ...
In Bad Wildungen sind auch gut 10 x so viele Patienten, wie in Bethel (über 300 Betten), denentsprechend kann hier mehr angeboten werden (an Sportangeboten, Physiotherapie, Ergotherapie etc.)
Mir hat beides sehr gut gefallen, und ich würde in beide Reha-Einrichtungen jederzeit wieder fahren - das einzige was ich an Bad Wildungen auszusetzen habe, ist, dass mal selber dort nicht sehr viel über (seine) Epilepsie erfährt, bzw. lernt man die Mit-Patienten mit Epilepsie meist nur durch Zufall kennen.
Ich kenne mich gut mit (meiner) Epilepsie aus, von demher hat mir das nicht so sehr was ausgemacht, doch ich habe Menschen kennen gelernt, die Fragen hatten und nicht so recht wussten, an wen sie sich wenden können...
Mir haben beide Rehas sehr viel gebracht.
Bethel: endlich eine vernünftige Untersuchung, was meine Epilepsie betrifft. Endlich hat jemand den Grund für meine Anfälle gefunden und endlich konnte mir jemand sagen, dass ich dagegen etwas machen kann (operieren)
Bad Wildungen: nach der OP war ich fertig mit der Welt. Ich hatte Kopfschmerzen und hatte vielfach zu nichts die Motivation. In Bad Wildungen bekam ich sie wieder. Das Essen war gemacht, das Zimmer wurde sauber gemacht (schon mal zwei wichtige Dinge, um die ich mich selber nicht kümmern brauchte) etc. Sportliche Betätigungen (nicht zu viel - aber auch nicht zu wenig), nette Gespräche mit den Mit-Patienten, etc.
Beide Male vergingen die 4 Woche wie im Fluge und beide Male kam ich entspannt nach Hause.
Liebe Grüße
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
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Musica,
30.08.2010, 11:18
- Klinik? - Mondenkind, 30.08.2010, 16:27