Klinik?
Hallo Musica,
sorry, hab mich wohl falsch ausgedrückt...
Meine OP hatte ich letztes Jahr.
Seitdem bin ich anfallsfrei (also jetzt knapp ein Jahr - letzer Anfall war am 11.09.2009). Eine so lange anfallsfreie Zeit hatte ich zuletzt vor über 10 Jahren.
Ich nehme noch
Keppra 1.500-0-1.500
und
Apydan extent 600-0-600
Ende des Monats habe ich noch einmal einen Termin in der Uniklinik Bonn, dann wird wahrscheinlich das Apydan langsam ausgeschlichen.
Ausgrenzungen... mh... bisher nicht so sehr, viele meiner Freunde haben meine Epilepsie mit mir angenommen und sie immer wieder erlebt. Klar sind auch Freundschaften auseinander gegangen, aber das ist (leider) normal. Ohne meine Freunde wäre ich jedenfalls nicht die, die ich heute bin.
Das war auch eine der Zusagen zum "JA" für die OP. Ich wusste, dass meine Freunde, mein Mann, seine und meine Familie, egal was passiert, egal was nach der OP ist, weiterhin zu mir halten und mich so nehmen, wie ich bin - ob mit Anfällen oder ohne!
Meine "Nebenwirkung" von der OP ist, dass ich zurzeit nicht länger als 6 Stunden arbeiten kann. Irgendwann kommen dann Kopfschmerzen und / oder Schwindel. Das hat man mir angekündigt, und ich habe mir gesagt "lieber mein Leben lang "nur" 6 Stunden arbeiten können, als immer wieder Anfälle haben"
Es kann auch sein, dass das in 2 oder 3 Jahren wieder anders ist, es kann aber auch sein, dass es mein Arbeitsleben lang so ist, genau weiß man das dann erst, wenn es soweit ist.
Zurzeit habe ich meinen ersten Job nach dem Studium. Ich bin Sozialpädagogin und betreue jetzt schon über 3 Jahre Jugendliche in der Berufsvorbereitung. Übernächste Woche Freitag läuft mein Vertrag aus...
...ich bn mehr oder weniger fleißig am Bewerbung schreiben - es ist eben ein Problem, dass ich zurzeit noch kein Auto fahren darf - und bei vielen Stellenausschreibungen ist dies Pflicht (davon mal abgesehen, dass ich eine Halb- bzw. Dreiviertel-Stelle suche).
Ich hatte bisher ein Vorstellungsgespräch - da die Arbeit aber morgen beginnen würde, sehe ich mich nicht mehr in der engeren Auswahl...
Relaxen geht in der Reha sehr gut. Es steht dir ja auch frei, ob du (abends) noch etwas mit den anderen machst oder ob du lieber auf deinem Zimmer bist und fern siehst oder liest. Ich spreche da nur von mir, und kann sagen, dass mir ersteres besser gefallen hat.
Aber egal wie - Gespräche mit anderen bleiben nicht aus, darauf solltest du gefasst sein.
Viele liebe Grüße
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
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