wie macht ihr das???
Hi, Nicole
Ich kann den anderen nur Recht geben. Ergänzend dazu würde ich dir empfehlen, die Sache einmal auch ganz pragmatisch anzugehen. Mir hat es sehr geholfen, da ich trotz vieler solcher "Kleinigkeiten" nicht das Gefühl habe, sonderlich viel an meinem Leben geändert zu haben.
Bsp.: 1.Der abendliche Kneipenbesuch
Abgesehen vom zeitigen Aufbruch nach Hause trinke ich statt was
Alkoholischem eine Cola, eine Apfelschorle etc.
Merke ich einen sonderlich großen Unterschied zu meinem Leben
vor der Diagnose? Nein.
2.Radfahren
Wenn ich die Möglichkeit habe, nicht alleine fahren zu müssen, mache ich
das auch nicht. Wenn es nicht anders geht, dann fahre ich einerseits
immer mit Helm (ich weiß, man sieht zwar aus, wie ein Monk, aber was
solls) und andererseits suche ich mir immer die Wege, die den wenigsten
Verkehr bieten. So gefährde ich weder mich noch andere Personen
3.In die Disco gehen
Person1: Gehen wir heute ins MTW? Die ganzen üblichen Nasen kommen
Auch.
Person2: Nee, geht nicht. Du weißt doch, dass ich das Stroboskoblicht
Nicht vertrage.
Person1: Ach, komm schon! Du warst jetzt schon vier Wochen nicht
Mehr dabei. Was kann denn schon groß passieren?
Person2: Hey, ich hab' einfach keinen Bock, mich der Gefahr eines
Krampfes auszusetzen. Außerdem möchte ich für morgen fitt
Sein.
Am nächsten Morgen:
(Person1 sieht Person2 in der Schule)
Person1: Ach du Scheiße, siehst du vielleicht am Arsch aus!
Person2: Na, danke! Ja, wir waren gestern noch bis 4:00 unterwegs.
War so eigentlich auch gar nicht geplant. Wir wollten
Spätestens um zwei wieder nach Hause, aber irgendwie
Haben wir uns dermaßen in der Zeit vertrudelt. Um
Ehrlich zu sein fühle ich mich auch genau so, wie
Ich auch aussehe.
Person1: Oh je! Na dann erst recht viel Glück bei der Englisch-
Klausur!
Person2: Ach, verdammt! Das hab' ich voll vergessen! Ausgerechnet
Heute!
Solche Situationen habe ich immer wieder in meiner Schulzeit
beobachten können.
--> Langer Rede kurzer Sinn: In solchen Fällen kannst du die
Vorzüge eines geregelten Lebens genießen, in der Oberstufe ist
das sowieso nicht das Verkehrteste. Und sieh's mal so, eventuell
finden deine Ärtzte ja auch eine geeignete Therapie und du wirst
all das machen können, was andere als "normal" betrachten, nur
eben ein wenig später als die Normalos.
Solcherlei Beispiele ließen sich noch endlos weiterführen, aber ich denke, dass das erstmal reicht, ich habe eh schon viel zu viel geschrieben.
Die Grundaussage ist: Denk pragmatisch, es gibt wesentlich negativere Lebenseinstellungen als diese. Außerdem kann kein Discoabend so viel wert sein, wie deine Gesundheit.
Alles Gute und liebe Grüße, Charon
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grinsemaus,
11.10.2010, 00:09
- wie macht ihr das??? - Tom vom Berg, 11.10.2010, 08:01
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Charon,
13.10.2010, 12:56
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