Meine Leidensgeschichte mit Keppra (Levitracetam)
Liebe Grüße,
meine Diagnose lautet posttraumatische Temporallappenepilepsie.
Vier Jahre nahm ich das Medikament Keppra mit dem Wirkstoff Levitracetam.
Ich habe habe es von meinenm Neurolgen verschrieben bekommmen, da ich bei meinem vorherigem Medikament Carbamazepin (Tegretol & Neurotop), mit der vergleichsweise schwachen resp. lächerlichen Nebenwirkung: kognitive Schwäche in Folge erhöhter Müdigkeit, neben meinem Studium nicht zufrieden war.
Nun nahm ich also dieses ~200euro für 60Stk. (*1000mg) teure neue Medikament Keppra. (-über die Jahre in unterschiedlichen Dosen, mal alleine, mal in Kombination mit Carbamazepin)
Wow ein toller Neurolge muss das sein, mir so ein teures Medikament auf Kassa zu verschreiben... bei dem Preis muss es ja gut sein.... dachte ich mir.
Nun ja lange Rede kurzer Sinn. Bis vor kurzem litt ich unter den schweren Nebenwirkungen Keppras (Levitracetam) mehr als unter der Epilepsie selbst.
Allen voran an Depressionen und Angsstörungen. Ja, fast das gesamt Nebenwirkungsspekrum Levitratcetams durfte ich ansatzweise miterleben.
Hier ein Auszug aus dem Beibackzettel:
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Schwäche, Schläfrigkeit, Verhaltensauffälligkeiten.
Häufige Nebenwirkungen:
Verletzungshäufigkeitssteigerung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Durchfall, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Koordinationsstörungen, Gedächtnisstörungen, Schüttelkrämfe, Depressionen, Benommenheit, Stimmungsschwankungen, Feindseligkeit, Aggression, Wut, Schlafstörungen, Nervosität, Zittern, Hautveränderungen wie Exantheme, Schwindel, Doppeltsehen, Verschwommensehen.
Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen:
Wahnvorstellungen, Psychosen.
Quelle: http://www.ellviva.de/Gesundheit/Ke.....etten-Nebenwirkungen.html -abgerufen am 07.01.2011
Mein Fazit für mich daraus: Wenn bei einem Medikament häufige bzw. sehr häufige Nebenwirkungen angegeben sind so bedeutet das, dass diese so gut wie bei jedem Patienten früher oder später auch auftreten. Der Grad der Stärke variert dabei natürlich sehr. Aber selbst ein Auftreten der als sehr häufig ausgeschriebenen Nebenwirkung: Verhaltensauffälligkeiten mit einem Grad von lediglich 1 (auf einer Skala bis 5) müsste doch eigentlich schon reichen es nicht als geeignetes Medikament in Betracht zu ziehen, resp. zuzulassen. Man kann nur vermuten was für ein gewaltiges Pharma-Lobbying da wohl dahintersteckt.
Ein Beispiel zur Veranschaulichung meines Hinweises: Für manche Menschen ist eine Wassertemperatur von 25°C sehr kalt, für einige kalt für manche ok, andere würden bei einem diesbezgl. Fragebogen (vgl. Medikamententestfragebogen;) nicht mal eine Abweichung von der eigentlichen 'gesunden' Normtemperatur ankreuzen...
Trotzedem es sich bei jedem um ein 25°C kaltes Wasser handelte.
Eine gesunde, der Metapher folgend nebenwirkungsfreie, Wassertemperatur (-Wirksamkeit), wäre jedoch 36,5 °C.
So ist mein, aus tiefstem menschlichem Mitgefühl allen Mitbetroffenen gegenüber, heraus entstandener Rat:
Lasst die Finger von Keppra resp. Levitracetam, wenn ihr ohne schwere Wesensveränderungen leben wollt.
Diese freie Meinungsäußerung ist durch meine persönlichen jahrelangen Erfahrungen, in einer themenrelevanten Internetrecherche und einem Unizeugnis in Psychopharmakologie begründet.
mit besten Grüßen,
Christian L.
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Christian L.,
07.01.2011, 20:55
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