Der Ausweg aus meiner Keppra-Leidensgeschichte

Ela, Saturday, 08.01.2011, 16:40 (vor 5701 Tagen) @ Christian L.
bearbeitet von Ela, Saturday, 08.01.2011, 16:45

Wenn du dich mit Pharmakologie auskennst, wirst du wohl auch wissen, dass Valproinsäue genauso wenig wie Levetiracetam ein Medikament ohne Risiko ist. Ohne Altersbeschränkung bedeutet ja nun nicht in jedem Fall verträglicher, risikoloser oder nebenwirkungsärmer.
Valproinsäure, zugelassen auch für Kinder, hat auch schon in seltenen Fällen zu Leberversagen und leider auch in Einzelfällen zum Tod geführt.Auch bei Kindern.

Grundsätzlich sind Medikamente, die auf zentrale Nervensystem wirken, keine harmlosen Pastillen, die jemand ohne Grund einnimmt.Das Kosten-/Nutzenverhältnis muss da schon stimmen.

Wenn bei dir Keppra eine negative Bilanz ergeben hat, so ist das leider so und nur gut, dass du ein Medikament gefunden hast, welches dir hilft.

Für mein Kind kann ich sagen, dass Keppra das 1. Medikament war (von 7 vorher eingenommenen AEs) das überhaupt eine relevante Wirkung hatte. Du kannst mir ruhig glauben, dass es nicht wirklich toll war, mitansehen zu müssen, wie mein Kind unter anderen Medikationen so viele Anfälle hatte, dass es zeitweise nicht in der Lage war, die Schule zu besuchen.
Nebenwirkungen, die nicht akzeptabel waren, hatten wir ab einer bestimmten Dosis. Die verschwanden jedoch wieder, als die Dosis verringert wurde.

Wo du unbedingt recht hast, ist, wenn gravierende Nebenwirkungen auftreten,
in jedem Fall und sofort den Neurologen ansprechen. Manchmal geht es dann nicht anders, als ein neues Medikament zu suchen.Man muss und darf nicht alles hinnehmen.

Aber verallgemeinern solltest du so nicht.

Alles Gute
Ela


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