Meine Leidensgeschichte mit Keppra (Levitracetam)

Tessero, Monday, 28.12.2015, 18:41 (vor 3886 Tagen) @ Christian L.

Guten Tag
Ich habe bis vor einem Jahr über eine Zeit von 18
Jahren Keppra eingenommen. Die Nebenwirkungen -
Ängste bis hin zu Verlustängsten, Depressionen,
Stimmungsschwankungen, Wut und Aggression -
schlugen bei mir ein. Das schlimmste: Ich merkte
dies nicht, obwohl mich meine Mitmenschen
darauf angesprochen hatten. Ich hatte Angst zu
meinem Neueologen zu gehen; meine Lebenspartnerin, welche
ich vor 4 Jahren kennenlernen durfte,
und ich besprachen die Nebenwirkungen
mehrere Male. Mein erster Neurologe sah
im Falle eines Medikamentenwechsels nur Probleme -
die Wahrscheinlichkeit für einen wiederholten
Anfall sei viel zu hoch, sagte er mir.
Darum ging ich trotz Anraten meiner Lebenspartnerin
nicht zu meinem neuen Neurologen. Resultat: im Oktober
2014 teilte mir meine Lebenspartnerin mit, dass
sie nicht mehr mag. Ich verstehe sie - ich habe sie
mit meinem Verhalten kaputt gemacht; und
somit auch unsere Beziehung. Darüber werde
ich nie hinwegkommen.
Seit November 2014 habe ich ein neues Medikament.
Meine Mitmenschen - und vor allem auch ich -
haben eine sehr grosse, positive Veränderung
in meiner Persönlichkeit, in meinem Verhalten
feststellen dürfen!! Ich bin sehr froh darüber.
Seit ein paar Monaten will mich meine Lebenspartnerin
jedes Wochenende treffen; wir unternehmen
gemeinsam sehr viel. Ein erster Schritt in die
richtige, gewünschte Richtung. Es kommt gut!!


gesamter Thread: