Nach dem Gespräch mit dem Neurologen...

dieantje, Wednesday, 08.06.2011, 01:01 (vor 5551 Tagen)

Guten Abend!

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an meinen Beitrag, in dem ich über den dritten Anfall und den nun bevorstehenden Termin beim Neurologen erzählt habe..

Es gibt nun Neuigkeiten und meines Erachtens ist das Ganze etwas komisch abgelaufen. Ich wollte mal hören, was Ihr davon haltet:

Nach meinem zweiten Anfall kam ich ins Krankenhaus. Danach bin ich trotz Lamictal-Medikationsempfehlung erstmal "abgetaucht", das heißt zu keinen Ärzten mehr gegangen, weil ich mir nicht eingestehen wollte, dass ich Epilepsie habe und keine Medikamente nehmen wollte, ohne wirklich sicher zu sein, dass es nicht nur Gelegenheitsanfälle waren.
Jetzt nach dem dritten Anfall bin ich also wieder zum Arzt gegangen. Von meiner Hausärztin bin ich zum Neurologen überwiesen worden. Als ich dort versuchte, einen Termin zu bekommen, hieß es, es seien bis November keine Termine frei und ich könnte nur einen "Telefonsprechstunden-Termin" haben. Als ich fragte, ob es nicht sinnvoller sei, das persönlich zu machen, sagte die Arzthelferin, dass dies nicht nötig sei und ich sei ja so nach dem Motto selber Schuld, weil ich das letzte Mal nicht mehr gekommen bin. Ok, da war ich also schonmal etwas irritiert. Nun habe ich heute meinen "Telefonsprechstunden-Termin" mit meinem Neurologen wahrgenommen.

Der sagte mir einfach nur, dass ich ab jetzt lebenslang(!!!) Lamictal nehmen soll, denn die Epilepsie ginge wahrscheinlich nie wieder weg. Er gab mir telefonisch die Aufdosierungsanleitung durch und sagte, ich solle mir dann das Rezept bei der Praxis abholen. Auf die Nachfrage hin, ob dafür nicht noch eine Untersuchung notwendig wäre oder ob ich Kontrolltermine bräuchte, sagte er, dass es reicht, wenn ich alle drei Monate bei meinem Hausarzt meine Leberwerte kontrollieren lasse. Also keine Termine bzw. kein regelmäßiger Kontakt mit dem Neurologen. Bei der Medikation bezog er sich auf das Medikament, dass der Arzt aus dem Krankenhaus im Arztbrief empfohlen hatte und hat die Dosis einfach mal verdoppelt. Er sagte, der Arzt aus dem Krankenhaus hätte "es wohl zu gut mit mir gemeint"... Ja und von wegen wenn ich mal Kinder will, soll ich mir einfach diesbezügliche Prospekte von seinen Arzthelferinnen geben lassen, da würde ich alles finden. Das wars so in etwa.

Was meint Ihr denn dazu?? Ich finde das alles sehr komisch und irgendwie so unpersönlich. Ist das die normale Art? War das / Ist das bei Euch auch so?
Sollte ich mir vielleicht lieber noch eine zweite Meinung einholen?
Insbesondere dass ich die Medis "lebenslang" nehmen soll, finde ich ziemlich heftig.. Ich dachte, das wird nach langer anfallsfreier Zeit ausgeschlichen?

Bin um jeden Rat dankbar!

Gute Nacht

die irritierte Antje :)


gesamter Thread: