Teil 2
...
Auch eine Krankenschwester hörte ich sagen, dass sie Patienten nicht fangen dürfe. Erst dachte ich, ich hätte sie wieder “Missverstanden”, doch meine Frau hörte dasselbe. Und sie hat nun wirklich gute Ohren. Kurz vor meiner “Flucht” hat man uns aufgeklärt, dass in diesem Fall der Grund, ein Geheimnis ist. Aber auf dieser Station gibt es wohl Patienten die sich einfach mal gerne zu Boden fallen lassen- ohne unbedingt einen Anfall zu haben. Aber echt jetzt, PSSSST! Meine Frau hat einer Krankenschwester fast den Kopf bei der Diskussion abgerissen, ob dieser (wie ich meine, sehr unqualifizierte) Satz mir gegenüber gerechtfertigt ist. Sie hat sie so angeschrieen, dass dieses Geheimnis jetzt wohl keins mehr ist…
Vielleicht sind diese Schwestern nicht kompetent genug die Pflegebedürftigkeit eines Patienten zu erkennen oder/und entsprechend zu handeln. So musste/durfte ich meinem Tischnachbarn mehrfach das Essen klein-schneiden und die Fragen der Schwester zurufen, da er schwerhörig war und die Schwestern dies häufig nicht ausreichend beachteten.
Aber sehr wohl werden sie anscheinend als kompetent genug gesehen, einen Arzt würdig zu vertreten. Wenn ein Epi- Anfall auftritt, hält es die Station für unnötig einen Arzt herbei zu rufen, denn die Schwestern in diesem Krankenhaus sind dank ihrer fundierter Ausbildung bezüglich neurologischer Tests selbstständig in der Lage, zu erkennen, wo ein Anfall herrührt. So erklärte mir der Chefarzt, bei dem ich ein schlichtendes Gespräch suchte. Sehr beruhigend wenn man beispielsweise einen Gefäßdefekt im Gehirn hat… Meine Frau fragte, warum dann Ärzte studieren und Schwestern “nur” eine schulische Ausbildung machen wenn sie doch alle das Gleiche können. -Er hat ihr nicht geantwortet….- schade, wäre doch für uns alle interessant gewesen. Und wofür zum Teufel gibt es eigentlich so nutzlose Erfindungen wie z.B. CT´s, MRT´s wenn wir solch wundervollen Krankenschwestern in Deutschland haben. Hoffentlich verdienen sie genug! Müssen sie wohl, denn am Wochenende kann sich das Krankenhaus zur zwei Pflegekräfte auf dieser Station leisten.
Ärzte hab ich persönlich am Wochenende im übrigen gar keine gesehen. Aber wofür auch, ich bin ja schließlich wegen der wunderbaren Pflege da. Es reicht wenn ab und zu mal eine Schwester in das Zimmer “winkt“, um meine Frau zu zitieren. Aber die Krankenschwestern dort sind wohl nicht nur menschliche CT´s, sondern auch wandelnde Blutdruckmessgeräte. So haben sie eine Patientin, die wohl gerade einen Anfall hatte, erst mal in ihrem Stuhl im Aufenthaltsraum sitzen lassen, den schließlich, sagte sie, war ja extra Besuch gekommen, und ihr Mann wäre doch jetzt ganz traurig, weil er ja gar nicht wisse, was los sei. Also, wenn das mal keine schlagende Argumente sind! Dachte sich die Patientin wohl auch und bekam kurze Zeit später wieder einen Epi- Anfall. Wieder wurde die Schwester gerufen, die ganz weise feststellet, dass es wahrscheinlich eine tolle Idee ist, den Blutdruck zu messen. Aber erst im Zimmer, zu dem die Patientin selber laufen musste. Was ist denn das für eine Logik, einen Patienten der Schwindel und Übelkeit angibt und immer noch leicht abwesend scheint, selber zum Zimmer laufen zu lassen um DORT den Blutdruck zu messen. Aber wahrscheinlich ist auch hierfür der Grund streng geheim. Ich frage mich, ob das nicht schon grob fahrlässig ist. Aber ist ja eh egal, da diese Klinik wohl von der Nachweispflicht ausgeschlossen ist, denn vom Oberarzt wurde mir erklärt, dass hier wohl kein Kartex geführt wird. Wie jetzt? Wahrscheinlich hat das hier nur einen anderen Namen… einen gaaanz geheimen.
Auch an der Kompetenz der Ärzte bekam ich starke Zweifel. Wenn ich mich nur wieder an die folgende Situation zurück erinnere, packt mich noch nachträglich das Grausen: Eine Patientin, erlitt soeben einen “Grand mal”-Anfall und war noch in der Reorientierungsphase. (Ich muss wohl nicht erwähnen, dass die Schwestern sie im Aufenthaltsraum nach dem krampfen sitzen ließen)
Der ZUFÄLLIG vorbeikommende Stationsarzt setzte sich neben sie um ihr dann von ihrer Entlassung am nächsten Tag zu erzählen. Er schien nicht zu bemerken, dass diese Frau bisher nur wenig mitbekam. Schließlich machte eine Tischnachbarin den Arzt darauf aufmerksam, dass die vor ihm sitzende Frau soeben einen Anfall hatte. Aber warum sich um solch Nebensächlichkeiten kümmern, wenn es hier doch um die Entlassung geht…
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- Gute Epileptologie? ZfP Weissenau - Meiner Meinung nach: NEI -
Epi_Patient1979,
31.10.2011, 16:43
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teilchenschubse,
01.11.2011, 19:15
- Gute Epileptologie? ZfP Weissenau - Meiner Meinung nach: NEI - anonym, 12.11.2011, 17:42