Leben mit Epilepsie

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 15.02.2012, 19:57 (vor 5298 Tagen) @ Julia

Hi!

Ja, ich gehe so offen wie möglich damit um. Natürlich stelle ich mich nicht einfach hin und schreie "Hey Leute, ich hab Epilepsie!". Von den Profs - ich weiß nicht, wie nah Du Dir den Kontakt zu denen vorstellst, aber der ist in der Regel eher so gut wie nicht vorhanden - abgesehen davon, dass ich höre, was die sagen, wissen es nur zwei. Ein paar Übungsleiter wissens und halt mein persönliches Umfeld an der Uni.

Ich hab mit meiner Offenheit bisher weitestgehend positive Erfahrungen gemacht. Hab dadurch ein paar andere Epileptiker kennengelernt, von denen das bis dato oder nach wie vor kaum jemand weiß. Ist aber auch für mich persönlich wichtig, dass in meinem Umfeld jemand Bescheid weiß, hab ich doch meine Anfälle tendenziell eher in den frühen Abendstunden und auch schon einmal im Verein. Einziger wirklicher Nachteil an meiner Offenheit - zumindest Subjektiv gefühlt - ist, dass es vergleichsweise schwerer ist, mal ein "Date" zu bekommen. Gut, man kann jetzt natürlich sagen, dann fallen schon einmal alle "Untauglichen" von vornherein durch's Raster. Ich denke mir aber, Epilepsie ist etwas, mit dem nicht nur man selbst lernen muss, zu leben, sondern dass auch andere lernen können, damit umzugehen, wenn sie sich nur mal "versuchsweise" näher damit konfrontieren würden.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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