Epi oder Psyche?

mezeg, München, Sunday, 21.10.2012, 17:49 (vor 5048 Tagen) @ mikewi
bearbeitet von mezeg, Sunday, 21.10.2012, 17:53

Hallo Michael,

in Großhadern bekam ich vor zwei Jahren einen Termin innerhalb 2 Wochen. Hätte vielleicht früher sein können, aber ich hatte wichtige Verpflichtungen. Bei mir war es auch in der Neuro-Chirurgie. OP-Termin 10 Tage nach diesem ersten Termin aber eben wegen Meningeom und nicht wegen "genuine" Epilepsie.

Diese sonderbare Angst, die Du beschreibst, kenne ich auch. Nicht daß ich zum Panik-Typ gehöre. Im akuten Fall schaltete sich früher das "Rationale" ein, bis das Problem gemeistert war. Erst dann klappte ich zusammen. Z.B. als ich im Krankenhaus hören mußte, daß meine Tochter nicht mehr atmete. Zuerst das Entsetzen: "Das darf nicht sein!" und sofort umgeschaltet auf Rational: Sie atmet nicht aber der Kreislauf funktioniert, den Puls sieht man mit bloßen Augen, sie hat zuviel Sauerstoff im Blut (emotionale Hyperventilation), das Gehirn wird also zumindest für eine Weile ausreichend versorgt, wir sind im Krankenhaus und sie wird an eine Beatmungsmaschine angeschloßen". Also alles "eisig-kalt" durchgedacht, in der Sekunde, bevor oder während die Ärzte ihr mit einem Griff unter dmn Brustkorb zum Atmen brachten. Also "normale Panik" von früher.

Nun mit der Epilepsie bekomme ich auch solche undefinierte Angst, ein Gefühl, daß von unten wie Wasser hochkommt und immer mehr nach oben geht und droht mich an die Decke zu erdrücken.

Wenn ich mich also "an die Wand gedrängt" fühle.

Räumlich: Raum zu eng, zu warm, zu laut, zu wenig Sauerstoff. Wenn ich sofort davon laufe, ist es schnell vorbei, besonders wenn ich auf dem Fahrrad "fliehe": Sauerstoff, Kreislauf wieder im Schwung, Weite.

Habe es letzte Woche nicht gemacht, weil es sich um den Geburtstag einer Freundin handelte. Am Nachmittag bekam ich daraufhin eine "verschwommene Erinnerung" mit Unruhe. Ich fuhr auf dem Rad, hatte aber nicht das Gefühl, daß ich unsicher fuhr. Meine Tochter fuhr gerade hinter mir und sie hätte es gemerkt.

Emotional: Wenn ein Gespräch sich mit den gleichen Argumenten immer dreht, besonders wenn meine Aufmerksamkeit gefordert wird und noch schlimmer, wenn man mir eine fremde Meinung "einbrennen" will. Auch beim bedeutungslosen Gequatsche, daß ich zuhören und beantworten muß. Einfach wenn ich mich nicht "auf meine Insel" zurückziehen darf/kann. Ich gehe aber immer rigoroser damit um.

MRT lasse ich nicht in Großhadern machen, sondern im Arabella-Haus. Termine habe ich immer schnell bekommen. Das erste Mal innerhalb 10 Tagen, seitdem brauche ich sie nur zur Kontrolle in Großhadern und rufe mindestens einen Monat vor der gewünschten Zeit und kann mir den Termin regelrecht aussuchen. Den Termin in Großhadern mache ich danach fest und bekomme ihn praktisch sofort, dieses Jahr zwei Tage danach.

Meine jetzige "symptomatische Epilepsie" ist temporal und meldet sich über den Magen.

mezeg


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