Epilepsie, psychische Erkrankung und Drogen

mezeg, München, Sunday, 27.01.2013, 08:58 (vor 4950 Tagen) @ supra30m

Hallo,

was dem "gut zureden" angeht, könnte ich eine persönliche Erfahrung im anderen Bereich dazu bringen. Hat mit Epilepsie nichts zu tun.

Ich bin definitiv nicht blöd, einscheidungsfähig, habe mich alleine mit zwei kleinen Töchtern in einem fremden Land durchgesetzt, wo ich weiterhin sehr gerne lebe.

Reizen tut mich aber meine jüngere Tochter, die in vielen Punkten meine Ansichten teilt, sehr selbstbewußt ist - was ich begrüße, meine Wege müssen nicht ihre sein. Meine plötzliche Epilepsie hat sie wie mich voll betroffen, sie ist sehr einfühlsam und akzeptiert es nun, weil ich den Bedarf habe, "mich auf meine Insel zurückzuziehen."

ABER...

Wenn sie mich zu etwas überreden will, empfinde ich sie oft als zu dominant, rechthaberisch, intolerant, usw. Sie akzeptiert meine Standardantwort nicht: "ja, aber. .." Sie verlangt eine sofortige Entscheidung in ihrem - wohlgemeinten - Sinn.Ich will einfach in Ruhe Vor- und Nachteile abwägen, etliche ihrer Vorschläge habe ich angepaßt, manchmal 1 / 1 übernommen. Aber wenn sie / man mich zur sofortigen Entscheidung zwingen will, ist es: "Nein!" Und bleibt dann meistens dabei.

Viel wirksamer ist es, wenn sie die Idee "sät"... und wartet, bis die Pflanze keimt. So sind die Chancen viel höher, daß es zu einer schönen Blume kommt.

Für Deinen Sohn würde ich die gleiche Technik anwenden. Informationen, Bedenken - und Ängste - zur richtigen Zeitpunkt "säen" und dann warten und hoffen, daß es keimt. Mein Neurologe hat sich als "Berater" erklärt und mir viel Luft gelassen. Die Akzeptanz der unumkehrbaren Situation hat zwar etwas Zeit gebraucht, ist dafür aber fest verankert. Und ich vertraue ihm.

lg

mezeg


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