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hannerl, Friday, 19.04.2013, 12:19 (vor 4868 Tagen) @ steffig

Hallo Steffig,

also mir wäre am wichtigsten, dass der Hund mir rechtzeitig anzeigt, wenn ein Anfall kommt, dass ich mich noch setzen kann. (Falle derzeit immer auf den Hinterkopf, was ja auch nicht gerade förderlich für die Epilepsie ist...)

Im Fernsehen habe ich mal einen Bericht über Helferhunde in Amerika gesehen, da werden für Epilepsie hauptsächlich Labradore und Golden Retriever dafür ausgebildet, weil die am gutmütigsten sind.
Was mich bei dem Bericht fertiggemacht hat, ist, dass die Hunde das nur fünf Jahre aushalten, dann sind sie fix und fertig vor Stress. Die melden eine Viertelstunde, bevor überhaupt der Anfall kommt, springen ihren Menschen auf die Brust und führen sich auf wie Wilden, bis man merkt, was einem der Hund sagen will. Laut dem Bericht komme auch alle drei Monate die Trainierin und übt mit den Hunden die Anfallssituation, damit sie nicht zu lasch werden (soviel zu Qualitätssicherung - das wäre ja bei mir - tägliche Anfälle - überflüssig).
Trainiert wird anfangs nur mit Trainern, dann kommt der Mensch dazu, den sie dann betreuen sollen, ähnlich wie bei Blindenhunden auch.

Die Hunde sollen, wie schon erwähnt, ein gutmütiges Wesen haben (Labbies sind toll!) und möglichst wenig auf Einflüsse ringsherum reagieren, sprich andere Tiere, Radfahrer usw. möglichst nicht anbellen oder beißen. Labbi-Weibchen sind von Haus aus so, mein Bruder hatte ein Männchen, der war nach dem Kastrieren ein wahres Lamm.
Wenn man trotz Hund einmal stürzen und sich nicht mehr bewegen können sollte, wäre es toll, wenn der Hund das Telefon bringen könnte.

Es wäre echt super, wenn in Deutschland dieses Gesetz endlich beschlossen würde!
Bis jetzt weiß ich nur von Epilepsie-Helferhunden in Amerika und einem Ort in Österreich, aber die sind vermutlich überlastet.
Berichte bitte weiter, danke im Voraus!

Ein schönes Wochenende und viel Erfolg wünscht
Hanenrl


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