eine schwere entscheidung

mezeg, München, Tuesday, 30.04.2013, 09:28 (vor 4857 Tagen) @ JackyMusik

Hallo,

was den Medikamente angeht, rede ich nicht mit. Mit einer geringen Dosis Lamotrigin bin ich gut eingestellt.

Aber über die OP schon! Wurde vor drei Jahren operiert und bei mir mußte ziemlich geschnitten werden. Kein epileptisches Herd aber ein walnußgrosses Menigeom, ungünstig auf einer nicht klemmbaren Ader platziert. Provozierte die nächtliche GM-Anfälle. Keine Alternative.

Die OP dauerte fünf Stunden und ich blieb 1 1/2 Tage in der Aufwachstation.

Und das Ergebnis: Tumor vollständig abgeschält, Haare nur streifenweise abrasiert, kurzfristig Frankenstein-Gesicht. Zwei Wochen später mit etwas Geschick meiner Friseuse kaum merkbar. Einziges Problem: mein genetisch bedingter Haarwirbel ist meiner Familie nicht mehr so würdig.:-D :-D :-D :-D

Schmerzen? Zu meiner eigenen Verblüffung keine! Nur Magenbrennen wegen Cortison. Ließ sich einfach hinkriegen.

Wurde eine Woche nach der OP entlassen und fuhr alleine mit der U-Bahn nach Hause, wo ich mich auch alleine versorgte. Ja, müde schon. Bin im ersten Gang gestartet, öfters mit Buch und Musik hingelegt und das war's!

Ich kann es sowieso noch nicht begreifen, daß es so einfach und schnell ging.

Also, OP muß nicht tragisch enden! Wenn empfohlen, würde ich sie mir wirklich überlegen.

mezeg

P.S. Im Krankenhaus wurde ich von einem "normalen" Oberarzt untersucht. Er holte zwar dann Chefarzt und Chefchirurg dazu aber selber operiert und davor / danach optimal und warmherzig betreut. Chefärzte sind nicht unbedingt immer erforderlich...

P.P.S. ich weiß nicht, wie man hier ein Foto hochlädt, sonst hätte ich Dir mein Frankenstein-Foto hochgeladen. 10 Tage nach der OP. :-D :-D :-D

mezeg


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