Vergesslichkeit, SB, Reha, Rente u.a.

Bidobabaer, Tuesday, 02.07.2013, 21:06 (vor 4793 Tagen) @ baerli3333

Hallo Uwe,

erst mal danke - es tut gut auch mal wieder zu lesen das es anderen auch so geht. (Auch wenn das nicht gleich "nett" klingt)
Man fühlt sich schon nicht mehr ganz so alleine.
In meiner Umschulungszeit hab ich 2 Praktikas bestritten, bei einem brauchte ich morgens 1,5 Std. Fahrzeit und vom Parkplatz an meinen Schreibtisch. In dieser Zeit bin ich auch morgens um 5 Uhr aufgestiegen, da es mir auch leichter fällt, wenn ich morgens langsam machen kann. Ich falle zwar nicht gleich aus den Latschen... aber ich bin um die Zeit sehr erschöpft, weil ich dann meistens erst grade 4 Stunden geschlafen habe.
Für mich ist das frühe Aufstehen ein gewaltiges Problem - ich bin eigentlich fast immer müde und kann doch nicht richtig einschlafen, geschweige denn durchschlafen. In der Praktikumszeit musste ich häufiger - eigentlich täglich - min. einmal rechts ran fahren, weil ich sonst am Steuer eingeschlafen wäre. Ich hab auch so in meinem Leben schon einige beinahe Unfälle gehabt, die mich rechtzeitig geweckt haben - aber eben immer nur, wenn ich früh aufstehen muss.
Könnte ich aufstehen, wenn ich wach werde, an einigen Tagen ist das mal um 8, mal um halb 9, kommt aber auch schon um 7 vor - dann hätte ich das Problem nicht.
Ich dachte das es einfacher wird, wenn ich einen Job mit geregelten Zeiten finde (vorher hab ich im 3 Schicht-System gearbeitet - das hat mich fast umgehauen), aber leider habe ich die harte Berufswelt total unterschätzt, obwohl ich sie eigentlich kenne. Ich dachte mit 6.30 Uhr aufstehen und um 8 im Büro zu sein, würde sich leicht was finden und ich käme damit gut zurecht.

Wegen dem GDB von 40 würde ich aber nochmal nachfassen, evtl. neu beantragen, bzw. Verschlimmerungsantrag stellen, schau auch mal in der Tabelle der Nachteilsausgleiche nach, wo du da eingeordnet wirst und wo du eigentlich hingehörst;-) ;-) ;-)

Tabelle für Nachteilsausgleiche - werd ich gleich mal googeln - das sagt mir nix -ich hab damals mal den Antrag auf Behinderung online gestellt und der Rest lief von alleine.

Würde mich mein Arzt mich nicht richtig ernst nehmen und einfach nur noch mehr Pillen verschreiben, da sollste mal sehen, wie schnell ich mich im Wartezimmer des nächsten Neuro wiederfinde. Wäre schade um die Zeit zu dem bisherigen Arzt noch weiter zu gehen.

Ich war bei einer spezialisierten Ärztin in Köln und hab zu einem in der Nähe gewechselt, der angeblich auch spezialisiert ist. Von ihm hab ich dann Opipramol verschrieben bekommen, damit ich besser schlafen kann... was nicht hilf.

In ca 1,5 Wochen hab ich einen neuen Termin dort und werde noch mal Klartext reden.


Zu der Reha kann ich nur sagen, das ich mir Infos über das Bethel gesucht habe. Mir selber würde es darum gehen mal ein Schlafentzugs-EEG zu machen, weil man bei mir nie wirklich was findet... klar wenn ich beim Arzt ankam war ich ja schon Stunden wach. Und so wie ich es lesen konnte, nimmt man einen dort ernst, auch wenn man gerne alternative Methoden ausprobieren würde. Mir ging es ja schon einmal gut ohne Medikamente, damals hab ich das alleine hinbekommen... aber inzwischen hat sich auch in meiner Psyche viel verändert und ich habe das Gefühl das die Medikamente eben auch daran schuld sind, das ich mich nicht mehr wirklich auf mich selbst konzentrieren kann, was man ja z.B. bei Autogenem Training muss.

Aber alles in allem bin ich allen Kommentatoren schon mal dankbar. Es tut gut auch mal wieder den Kummer und die Gedanken von der Seele zu schreiben und auch eine "fachliche" Antwort zu bekommen. Mein Lebensgefährte hält zwar zu mir und ist eine große Stütze, aber er kennt die Emotionen nicht die mich mit den Medikamenten quälen und er findet meine Sprach- und Vergesslichkeitsprobleme nicht so schlimm. Klar auch ich muss manchmal über meine Verbalen Stolperer lachen, manchmal denk ich ich könnte Comedy damit machen ( so ne Art weiblicher Pete Kloake), aber es tut auch weh und ich denke das das nur jemand verstehen kann, der sich selber damit quält.
Ich bin nicht auf den Mund gefallen und war vor einigen Jahren schon noch sehr redegewandt - wie man lesen kann, kann ich ja auch diesen Text in einem Rutsch zu Stande bringen, aber eben die Momente in denen gar nix mehr geht außer Kauderwelsch, die quälen mich doch sehr.

Wünsche allen einen schönen Abend und bedanke mich sehr - ich werde weiter berichten wie es mir so ergeht.

Liebe Grüße Bianca


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