habe ich wirklich epilepsie?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Saturday, 16.11.2013, 11:45 (vor 4656 Tagen) @ sonne1581

ich hatte halt das gefühl, dass der arzt nicht besonders gern über das thema spricht und es nicht wirklich aussprechen will, das Fahrverbot. er hat es ja mehr oder weniger mir überlassen.

Das Thema ist, weil's sich um Begutachtungsleitlinien handelt - also keine 100%-tig festzementierten Zahlen - etwas, wo sich ein Arzt eigentlich nur in die Brennesseln setzen kann, wenn er zu klare Aussagen dazu trifft und wenn dann was passiert. Wenn er aber für sich persönlich auf Nummer sicher geht, dann bekommt er den Unmut der Patienten ab. Da prallen Patienteninteressen, ärztlicher Selbstschutz und die Verpflichtung des Arztes, seinen Patienten aufzuklären, hart aufeinander.
Wenn Du - alleine schon Versicherungstechnisch - auf Nummer sicher gehen willst, solltest Du lieber Deinen Arzt dazu drängen, Dir ganz genau zu sagen, wo und wie Du dort einzuordnen bist.

Was bei Dir übrigens dazukommt ist, dass man erst einmal sehen muss, wie sich bei Dir jetzt die Medikamente auswirken. Immerhin gehen die Richtlinien schon alleine bei der Epilepsie, die nicht ohne Grund vor dem Spezialfall der langjährigen Anfallsfreiheit aufgeführt ist, von einer Anfallsfreiheit nach einer operativen oder unter einer medikamentösen Therapie aus.

Und nicht vergessen: Das sind alles immer Mindestangaben in den Leitlinien.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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