erzählt ihr mir eure geschichte?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 29.04.2014, 19:51 (vor 4492 Tagen) @ schnüpü

wie ist eure geschichte? darf ich dran teilhaben?

Ich geb Dir mal ne Kurzzusammenfassung:
Mit 17 (gleich nachdem ich meinen Führerschein hatte), hatte ich den ersten Anfall. Bald darauf den zweiten. Also kamen Medis. Damit war ich dann jahrelang anfallsfrei. Dann kam nach ein paar Jahren die schöne aut-idem-Regelung, hatte mich selbst bis dato nie mit Epilepsie groß thematisch auseinander gesetzt(wozu auch, mir ging es ja gut). Ich glaubte also meinem Arzt und den Apothekern, als die sagten, dass die Generika genaus das selbe wären - von der nicht identischen Bioäquivalenz bzgl. der Aufnahme in den Körper sagten die nix. Naja, damit gingen im Prinzip dann die Anfälle wieder los. Ich schreib im Prinzip, da bei durchschnittlich einem Anfall im halben Jahr in meiner nicht-anfallsfreien Zeit sich das schlecht assoziieren lässt, wenn das nicht gleich nach dem Wechsel passiert.
Naja, im Endeffekt hat hochdosieren und der erste Mediwechsel nichts gebracht. Im Gegenteil, unter dem zweiten ging's mir bescheiden, weil ich eine Breitseite an Nebenwirkungen abbekommen hab. Das war auch so die Zeit, wo ich angefangen hab, mich mehr damit auseinander zu setzen. Neurologenwechsel, nochmal Medikamentenwechsel. Zwar keine Nebenwirkungen, aber auch keine Anfallsfreiheit. Dann in die Epilepsieambulanz (in Erlangen ist für mich eine ja praktisch vor Ort) und nach recht kurzer Zeit und nachdem's ja zu der Zeit dann endlich Studien dazu gab, dass für manche der Wechsel zwischen wirkstoffidentischen Präparaten eben durchaus problematisch ist, stimmten die Ärzte meinem Vorschlag zu, noch einmal mich ordentlich auf meinen ursprünglichen Wirkstoff einzustellen und siehe da, seitdem bin ich wieder sei mehreren Jahren anfallsfrei, nebenwirkungsfrei, jetzt 25 und mein Studium läuft auch glatt.
Ja, ich glaub, das war das wichtigste in Kürze.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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