Ich bin gespannt, wo die Reise hinführt

Jana.H, Thursday, 06.10.2016, 19:27 (vor 3600 Tagen)
bearbeitet von Jana.H, Thursday, 06.10.2016, 19:39

Hallo,
mein Name ist Jana und ich bin 33 Jahre alt und bin Heilpädagoin

Ich bin momentan eh ein bisschen angebraucht und mein Gehirn hat viel mitgemacht, deshalb lass ich mal mein "Bauch" etwas reden ( der ist fitter.)

Ich hatte 2007 meinen ersten "Grand Mal", vor dem Autosteuer, an der roten Ampel.

Acht Tage war ich diesbezüglich im Krankenhaus und wurde von Kopf bis Fus untersucht.
Die Ärzt konnten nichts finden, stuften den Grand Mal als Einmalereignis ein.

Ein Jahr kein Auto fahren und zur Nachuntersuchung, habe ich auch brav gemacht.
Der Neurolge, konnte auch nichts mehr feststellen. Er sagte zu mir ich sollte bei Komblikationen wieder kommen.
Es war dann nicht direkt ein Grand Mal Anfall weshalb ich erneut den Neurologen aufsuchte , aber ich hatte eine Ohnmacht bei einen Jazz Konzert. Der Neurologe spielte die Situation runter und sah nicht den Sinn meines Besuches.

Ich hatte selber auch Glück, da ich bis 2014 Ruhe vor meiner "Freundin" hatte.
Ich nahm auch keine Medis.

Aber dann entschied ich mich für eine berufliche Weiterbildung und einen Ortswechsel und es stand ein aufregender Urlaub in Island auf Pferden an.
Genau da, bei der Reittour, klopfte "Epi" wieder an und sagte Hallo. Ich bekam morgens auf Island in den Bergen ein Grand Mal.
Bei der heisersähnten Reittour, habe zwar ein Tag pausiert, mir die 40km Stecke am Tag danach nicht nehmen lassen. Auch wenn es leichtsinnig war, die Freude an meinen Leben muss ich mit meiner "Freundin" abmachen und festlegen. Da glaube ich irgendwie dran, klar muss ein Kranker anders denken. Aber ich möchte doch auch nur ab und zu leben:-)

Leider hat der Stress nicht abgenommen und ich konnte mich nicht davor schützen, 2015 wieder einen Anfall zu haben. Gott sei Dank nicht vorm Autosteuer, aber seit dem fahre ich auch kein Auto mehr.
Ich war dann auch wieder bei einen Neurologen, der ne gute Diagnose machte. Er erklärte mir meine Epilepsie und sagte mir ich sollte Keppra nehmen mit Folsäure.
Ich sagte ihn , ob es nicht eine andere Alternative geben könnte. Er meinte nein, es wäre das einzige Mittel die Krankheit in den Griff zu bekommen. Er sagte mir auch, dass eine Schwangerschaft so gut verlaufen könne.
Da war ich zwar noch nicht gedanklich soweit , aber die Info war interessant.

Ich besuchte aber trotzdem einen weiteren Neurolgen, der mir auch ohne weiteres Medikamente verschrieben hätte. Ich war mir unsicher, er vermittelte mir mein Entscheidungsrecht und das er mir nicht rein reden werde. Sagte aber auch, das mein EEG unauffällig sei, sonst wäre sein Rat auch anders ausgefallen.

Einige Zeit später ging ich nochmal zu den ersten Neurologen und sagte ihn das ich die Medis nicht nehme, da ich auch Angst davor habe. Er sagte mir unverantwortung voraus und konnte anhand meines EEGS Anfallsbereitschaft sehen ( man muss sagen , er ist hier auch ein Fachspezialist). Er lies aber meine altanativ Lösungsstrategien nicht zu und sagte es sei meine Entscheidung in mein Verderben zu rennen.


Leider wurde 2016, der berufliche Stress größer und ich bekam in der ersten Jahreshälfte zwei Grand Mals im Schlaf, in relativen Ruhephasen.

Heftig wurde es vor zwei Wochen auf der Arbeit. Ich hatte dort ein Grand Mal und wurde mit der Ambulance ins Krankenhaus gefahren. Dann passierte etwas vollkommen neues, ich bekam dort zwei weitere Grand Mals. Die Ärtze dort gaben mir Tavor und stellten mich auch mit Keppra ein. Sie handelten, ich war ja nicht ansprechbar, nehme Keppra seitdem. Es machte mir auch Angst drei Mal am selben Tag "Besuch" zu bekommen.
Sagten mir aber auch , dass ich bei Kinderwunsch auf Lamotrigin umstellen solle(Erfahrugen diesbezüglich würden mich sehr Interessieren)


Ich war vier Tage dort, und ging dann die vollgende Woche wieder zu den Neurologen der mich letztes Jahr schon auf Keppra einstellen wollte.
Ich durfte mir viele Vorwürfe anhören, die er damit beendete , dass er sagte es sei ihm sowieso egal was mit mir passiere. Ich könnte mich auch von einer Brücke schmeißen, er würde nicht hinter her laufen. Er wüsste auch nicht ob er mir noch Vertrauen könne. Er sagte auch, dass die Ärzte im Krankhaus mich fehlinformiert haben bei möglicher Schwangerschaft von Levetiracetam auf Lamotrigin umzustellen (oder schon davor). Ich informierte ihn auch über Beipackzettelinformationen, er sagte nur es kann nicht sein und ich könne mir Infos auch woanders herholen.
Das schlimmste war aber, dass er mich gefühlt als Schwerverbrecherin dastellte. Ich arbeite ja noch, was er mir zum Vorwurf machte. Er sagte mir auch keine Alternativen, sondern baute nur persönlichen Druck auf.
Mir ging es danach ganz schön schlecht, meine Entscheidung damals waren zu keinster Sekunde gegen den Arzt gerichtet.
Ich probiere jetzt einen neuen Arzt aus, Spezialist hin oder her,die Menschlichkeit darf nicht verloren gehen.

sooo jetzt bin ich fertig und bin gespannt was Ihr so erlebt habt


Jana


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