Ich bin gespannt, wo die Reise hinführt
Wenn man psychogene Anfälle hat, dann kann man natürlich versuchen, durch Psychotherapien die Ängste oder den Stress in den Griff zu bekommen. Überleg mal, warum die Ärzte dir sofort Levetiracetam gegeben haben. Ich habe es auch genommen, aber als Kombinationstherapie. Als Einzeltherapie hätte es bei mir nicht geholfen.
Mein Anfallsherd sitzt im Temporallappen, äussere Auslöser gibt es bei mir nicht, was soll ich da umwandeln?
Bei einfach fokalen Anfällen schaffe ich es manchmal, dass es durch sehr bewusstes Atmen nicht zu einem größeren Anfall kommt, ich ruhe mich aber nicht darauf aus und sag, dann brauch ich ja keine Antikonvulsiva mehr, das ist mir zu gefährlich.
Ich habe ca. 35 Jahre Epilepsie und bin nach meinem Rezidiv schon zum zweiten mal therapierefraktär. Mein Epileptologe gibt mir nicht einfach die Medikamente, sondern berücksichtigt auch Anfallsart, weitere Erkrankungen und den gesamten Menschen. Alle Medikamente habe ich nicht ausprobiert, aber bei den noch vorhandenen sagt er, dass sie für mich nicht geeignet seien, auch aufgrund von Nebenwirkungen, die bei mir mit höchster Wahrscheinlichkeit auftreten werden. Ich bin diesem Epileptologen aber auch schon 26 Jahre treu und bei uns ist kein normales Arzt-Patienten-Verhältnis, er weiß fast alles über mich und ich auch über ihn. Die Mitarbeit spielt natürlich auch eine große Rolle. Für diese Mitarbeit werden ich von allen Ärzten gelobt.
Du als Heilpädagogin solltest doch wissen, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit und Vertrauen ist.
Vertrauen habe ich auch nicht zu allen Ärzten, die müssen sich schon ganz viel Mühe geben.
Auch ich wechsel den Arzt, wenn ich nicht zufrieden bin. Aber zu den nicht zufriedenstellenden Ärzten gehe ich auch nicht mehr, wenn ich denen begegne und die fragen nach Gründen, sag ich denen auch meine Meinung.
Angst habe ich vor Ärzten nicht, vor einigen wenigen habe ich Respekt. Ich habe schon genug mit Weißkitteln zusammengearbeitet und weiß, wie sie ticken und zu wem ich Vertrauen haben kann.
Übrigens bin ich nicht gegen alternative Methoden, auch ich mache Entspannungstraining, Physiotherapie und Akupunktur, mal hilft es mal nicht. Ergänzend zur Schulmedizin ist es bestimmt nicht schlecht.
Würdest du mit der Diagnose Leukämie, div. andere Krebsarten, Schlaganfall, Herzinfarkt oder vielen anderen schweren Erkrankungen auch erst mal nach alternativen Heilmethoden suchen? Ich ehrlich gesagt nicht.
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Jana.H,
06.10.2016, 19:27
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Green,
06.10.2016, 20:51
- Ich bin gespannt, wo die Reise hinführt - Jana.H, 07.10.2016, 11:10
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chrissie,
06.10.2016, 20:53
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Jana.H,
06.10.2016, 22:04
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chrissie,
06.10.2016, 22:43
- Ich bin gespannt, wo die Reise hinführt - Jana.H, 07.10.2016, 10:58
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chrissie,
06.10.2016, 22:43
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Jana.H,
06.10.2016, 22:04
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mezeg,
07.10.2016, 10:23
- Ich bin gespannt, wo die Reise hinführt - Jana.H, 07.10.2016, 11:07
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Green,
06.10.2016, 20:51