Anfall am Arbeitsplatz! Wie soll ich mich jetzt verhalten?
Liebe Community,
ich arbeite seit fast zwei Monaten in einem Altenheim als Betreuungskraft. Ich war so froh, nach ein paar Jahren Arbeitsuche diesen Job gefunden zu haben.
Letzte Woche hatte ich ein unangenehmes Gespräch mit der Leitung vom sozialen Dienst. Die Mitarbeiterin sagte, ich sei noch zu unstrukturiert in den Arbeitsabläufen und vergesse zu viel. Wenn ich meine Leistungen nicht gravierend verbessern könne, müsse man sich von mir trennen.
Daraufhin habe ich alles drangesetzt, bloß nicht mehr negativ aufzufallen. Ich plante sorgfältig und kontrollierte meine Dokumentation dreifach. Ich bemerkte, dass mich die Leiterin vom sozialen Dienst sehr genau beobachtete.
Jetzt ist mir am Donnerstag etwas wirklich Schlimmes passiert. In der Mittagszeit dachte ich noch ständig daran, bloß nicht den Transfer von Bewohnern nach dem Kaffee zum Singen zu vergessen. Ich war sehr verkrampft an dem Tag, weil ich mich seltsam fühlte und irgendwie total neben mir stand. Ich besuchte ein paar bettlägerige Bewohner und dann passierte es. Als ich in einem Zimmer am Bett saß, sah ich plötzlich schwarze Kreise mit einer leuchtend blauen Umrandung. So ähnlich hatte ich das vor kurzem in der Nacht. Dann weiß ich nichts mehr. Als ich wieder zu mir kam, lag ich neben dem Stuhl und mein Kopf brummte und eine Schulter tat furchtbar weh. Ich war wie erstarrt und erst mal nicht in der Lage aufzustehen.
Es war schätzungsweise eine halbe Stunde vergangen, vielleicht auch mehr, als ich ins Büro gehen konnte. Eine Kollegin machte mir Vorwürfe, weil ich nicht beim Transfer war. Ich sagte, mir ging es plötzlich nicht gut. Von ihr kam nur ein Schulterzucken. Klar, meine Vergesslichkeit ist im Team bekannt.
Vor drei Jahren wurde bei mir eine Epilepsie festgestellt, die ich aber nirgendwo erwähne. So ist also auch dem jetzigen Arbeitgeber nichts bekannt. Ich hatte die Befürchtung, dass sie mich sonst nicht einstellen würden.
Letzte Woche bekam ich auch noch ein Gespräch mit, dass die Leiterin vom sozialen Dienst auch Epilepsie hat. Mich hatte schon gewundert, warum sie einen Führerschein hat, aber betonte, dass sie kein Auto fahre. In dem Moment bereute ich, die Erkrankung verschwiegen zu haben!
Nächste Woche findet wieder ein Gespräch mit ihr statt und bis dahin wird es zu einer Entscheidung gekommen sein, ob man mich weiter beschäftigen wird oder nicht. Natürlich wird sie mir die Sache mit dem verpassten Transfer vorhalten.
Sollte ich auf ihr Verständnis hoffen, wenn ich ihr sage, dass ich einen Anfall hatte?
Oder kann das zur fristlosen Kündigung führen, weil ich die Epilepsie verschwiegen habe?
Liebe Grüße,
Trishka
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Trishka,
23.03.2019, 12:14
- Anfall am Arbeitsplatz! Wie soll ich mich jetzt verhalten? - pegasus, 23.03.2019, 13:14
- Anfall am Arbeitsplatz! Wie soll ich mich jetzt verhalten? - Anton, 24.03.2019, 15:06
- Anfall am Arbeitsplatz! Wie soll ich mich jetzt verhalten? - Yelena19, 02.04.2019, 22:23