Schlafstörung, Panikattacke, Escitalopram

Anton @, Donnerstag, 19.01.2023, 14:05 (vor 20 Tagen) @ schnüpü


Hallo,

ich kann mich gut in deine Lage versetzen, ich bin jetzt seit fast 17 Jahren ohne Anfälle und Auren, jedoch unter Medikation, die ich auf eigenen Wunsch beibehalten habe, weil ich Risiken im Alter nicht mehr eingehen möchte. Käme es bei mir zu einem Anfall, würde ich zuerst zum Doktor und mir Blut abnehmen lassen, damit anschließend geprüft werden könnte, ob der Spiegel gestimmt hat. Eine hundertprozentige Tabletteneinnahme setzte ich voraus. Und nicht nur die, sondern es darf nicht gewechselt werden bei einem Wirkstoff zu verschieden Herstellern. Damit das so ist, muss der Neurologe dafür sorgen. Damit wäre also die korrekte Medikamenteneinnahme geklärt.

Dann können folgende Dinge zu Anfällen führen: exzessiver Lebensstil, Alkohol und Drogen, Schlafentzug, Änderung des Schlaf-Wach-Rhythmus, Hunger, falsche Medikamenteneinnahme, Stress, starke Emotionsschwankungen, Trennung vom Partner, Flackerlicht in der Disco, aber auch schon die Sonne, wenn ihr Strahl durch Baumreihen ständig unterbrochen wird.

Und es gibt einige Medikamente, die erzeugen so starke Wechselwirkungen, dass die Antiepileptika entweder an Wirkung verlieren oder viel stärker werden. Und wie bereits gesagt, der Wechsel von Hersteller zu Hersteller, das Generika-Problem. Aus Sicht der Epileptogen soll ein Wirkstoff von einem Hersteller beibehalten werden. Sofern jemand nicht anfallsfrei ist, kann der Wechsel von Hersteller zu Hersteller vielleicht die Anfallsfreiheit bringen.

Auch starke Gewichtsveränderungen können zu plötzlichen Anfällen führen. Oder Anfälle können auch auftreten bei Frauen im Alter von ca. 30, weil es da zu starken hormonellen Veränderungen kommt. Auch der Beginn der Wechseljahre kann dazu führen. Da kann es auch hormonell bedingt sein, auch aus dem Grunde kann es durch Einnahme der Pille zu Anfällen kommen. Und es gibt noch zahlreiche weitere Abweichungen von der Normalität, die zu plötzlichen Anfällen führen. An dieser Stelle sei noch mal gesagt, ich bin Patient und ohne medizinisches Wissen. Ich wünsche dir, dass Du der Ursache auf die Spur kommst. Alles Gute.

Viele Grüße
Anton

Hallo und guten Tag,


herzlich willkommen bei uns im Forum. Du schilderst gleich ein ganzes Paket an Problemen, um überhaupt als Patient und medizinischer Laie etwas dazu schreiben zu können, habe ich folgende Fragen.

Wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich bei Escitalopram um ein Antidepressivum. Hast Du das von dir aus erhöht oder ist es mit dem verordnenden Arzt abgesprochen worden? Nimmst Du bereits Medikamente gegen Epilepsie? Wie lange bist Du an Epilepsie erkrankt und wie lange nimmst Du das Antidepressivum? Ich finde, Du solltest diesen Fall zeitnah einem Neurologen vorstellen. Ich wünsche gute Besserung!

Liebe Grüße
Anton


Hallo Anton,
danke für die freundliche Begrüßung!
Ich leide schon seid ca. 24 Jahren unter der Epilepsie, es wurde im Jugendalter diagnostiziert.
Seid ungefähr 15 Jahren bin ich anfallsfrei von den Grand- mal Anfällen, bin medikamentös sehr gut eingestellt.
Das Antidepressivum nehme ich seid ca. 11 Jahren.
Ich habe das Escitalopram auf eigene Verantwortung erhöht, ich bin mir bewusst das man das selbst nicht machen sollte, aber meine Ärzte zu erreichen ist ziemlich schwer.
Ich danke dir für deine Rückmeldung
Lg

--
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion