Grand Mal - geht es ohne Medikamente??

Sonni @, Tuesday, 06.06.2006, 13:47 (vor 7382 Tagen)

Hallo,

ich hatte vor 3 Monaten meinen ersten Grand Mal Anfall in einem Einkaufsladen. Er wurde durch alle Symptome begleitet, aber was ihn ausgelöst hat, konnte mir kein Arzt sagen. (Ich hatte weder Alkohol noch sonstige Drogen, ausreichend Schlaf, gegessen etc. - allerding statt im Süden von Deutschland befand ich mich ganz im Norden! Kann die Luft das auslösen???)
Danach war ich noch stundenlang neben der Rolle und komplett verwirrt.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich vor etwa drei Jahren einen Reflex-Anfall - durch flackerndes Discolicht ausgelöst - hatte.
Jedoch unterscheiden sich meines Wissens diese beiden Arten von Anfällen, so dass ich davon ausgehe, dass der Anfall vor drei Monaten der erste Grand Mal war. Liege ich damit richtig?
Ich bekomme nun das Medikament Lamotrigin, vertrage es hautmässig allerdings nicht so gut, denn es treten immer wieder Ausschläge auf.
Ich habe allerdings nicht vor, das Medikament länger als die restlichen 2 Jahre meiner Ausbildung zu nehmen, weil ich Angst habe dass mich das Medikament verändert! Ist das möglich, dass die Psyche dadurch beeinflusst wird und ich davon abhängig werde?
Ist mit den schon erreichten 100mg überhaupt schon ein Schutz da?
Ich habe mittlerweile auch schon wieder Alkohol getrunken, hatte unregelmässigen Schlaf und es ist nichts passiert! Heisst das, dass das Medikament wirkt oder kann es auch sein, dass ich eh nur alle paar Jahre einen Anfall hätte? Weil wenn es so wäre, fände ich es sinnlos ein Leben lang Medikamente zu nehmen nur für den Fall, dass irgendwann mal wieder ein Anfall kommt. Macht sich irgendjemand ähnliche Gedanken mit dem Medikament aufzuhören, weil er sich so unsicher ist, ob er sie braucht?
Ich wäre über Tips und Infos sehr dankbar.

Sonni


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