Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun?
[zitat=Matthias]Hallo!
Selber Schuld! - Oft genug könntest Du es gelesen haben, dass es besser ist, wenn man die Karten auf den Tisch legt und immer wieder glaubt man es nicht und muss ein Geheimnis daraus machen. - Willst Du da etwa noch Mitleid bekommen?
Bei meiner Ausbildung wurde das dem Arbeitgeber sofort klar gemacht und so blieb ich auch im Betrieb- oder kam hinein, trotz meinen Anfällen. - Die Arbeiter waren genauso eingewiesen, wie eben auch der Chef und Meister. Bleiben konnte ich dann nach der Ausbildung (als Automechaniker) nicht, weil sich gegen den Hoffnungen auf ein Ende der Anfälle nach der Pubertät nichts geändert hatte und ich eben keine FE hatte und als Automechaniker eben nicht richtig eingesetzt werden konnte. - Im Lager war kein Platz frei.
Zu Berufsausbildungsvorschlägen:
Eventuell mal nachfragen, ob vielleicht Medizinischer Bademeister möglich ist?
Bei Abitur (vielleicht auch schon bei MR) eventuell MTA oder bei MR noch besser Apothekenhelferin, wo Du nicht in den Giftschrank rein kannst und an der Kasse nicht alleine bist?
Arzthelferin, wo Du nicht am Körper aktiv bist und die Kasse meisst auch nicht alleine bedienst.
In einer Werkzeugausgabe, sofern kein Staplerschein nötig ist.
Anwaltsgehilfin wenn keine Photosensibilität da ist.
Vielleicht auch als "Amtsschimmel" bei entsprechenden, schulischen Voraussetzungen?
Wie es als Speditionskaufmann/kauffrau aussieht, weiss ich nicht, weil es darauf ankommen wird, ob Du zur Verladung hin müssen könntest.
Jedenfalls persönlich auftreten und Unterlagen wenigstens für ein bestehendes Interesse bereit halten.
Ob Du dann die Karten auf den Tisch legst, bleibt wieder Dir selbst überlassen; wenn nicht, dann beklage Dich nicht wieder erneut, wenn Du wieder rausfliegst, weil der Chef eben behindertenfeindlich ist, oder Dir dann eben auf eine direkte Rückfrage sagen könnte, warum es ihm zu gefährlich sein könnte. - Da kann er dann jedenfalls nicht auflegen, sondern muss sich eben dazu Stellen.
Trotzdem wünsche ich Dir Erfolg bei der Suche, die sich jedoch schon über längere Zeit hinziehen könnte, wenn Du nicht behindertenfreundliche Betriebe kennst.
Matthias[/zitat]
Hallo,
also, mit "selbst schuld" hat das wohl in diesem Fall rein gar nichts zu tun. selbst wenn sie am ersten tag gesagt hätte, dass sie epileptikern ist, hätte der chef sie rausgekickt! er hat ja schließlich gesagt, es sei zu unsicher. kenntnis hin oder her, das resultat wäre das gleiche gewesen.
ansonsten kann ich dir nur beipflichten, offenheit ist das "ah und oh" bei unserer "behinderung" (dieses wort widerstrebt mir). bei mir in der firma ist auch jeder eingeweiht. auch im bekanntenkreis, und wenn ich leute neu kennenlerne halte ich damit auch nicht hinterm berg. wenn sie sich dumm verhalten können sie sich sowieso gleich verpi**en.
als buch zur aufklärung, bzw. zum amusement kann ich euch "epi on board - ich glaub ich krieg nen anfall" empfehlen. es umschreibt unsere krankheit nicht als drama sondern mit humor und sarkasmus. aus der sicht einer betroffenen. diese zwei komponenten sind sicherlich manchmal notwendig um nicht durchzudrehen wenn man wieder mal in "anderen sphären" unterwegs ist
)
ciao
julia
gesamter Thread:
- Kündigung bei der ausbilung was nun? -
Nervenhexe18,
06.08.2006, 11:22
- Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Matthias, 07.08.2006, 00:39
- Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Julia, 07.08.2006, 09:44
- Re: Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Dirk, 07.08.2006, 17:07
- Re: Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Matthias, 08.08.2006, 00:13
- Re: Re: Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Julia, 09.08.2006, 14:35
- Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Sabrina, 09.08.2006, 20:45
- Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Christian, 10.08.2006, 17:13
- Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Jasmin, 11.08.2006, 20:20