Re: Re: Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun?

Julia @, Wednesday, 09.08.2006, 14:35 (vor 7318 Tagen) @ Nervenhexe18

[zitat=Matthias][zitat=Julia][zitat=Matthias]Hallo!


Hallo,

also, mit "selbst schuld" hat das wohl in diesem Fall rein gar nichts zu tun. selbst wenn sie am ersten tag gesagt hätte, dass sie epileptikern ist, hätte der chef sie rausgekickt! er hat ja schließlich gesagt, es sei zu unsicher. kenntnis hin oder her, das resultat wäre das gleiche gewesen.

Hallo Julia,

eine Lehrstelle ist keine Hoh-Ruck-Aktion und wird meist Monate im Voraus gesucht- oder gar unterschrieben.
Er hätte sie garantiert sehr wohl "rausgekickt"! - Aber zu einem Zeitpunkt, wo sie noch mehr Zeit zur weiteren Suche gehabt hätte und nicht erst mit Angst beginnen "durfte"!
Zudem kann es sein, dass sie genauso einen Personalbogen ausfüllen musste und bereits da hat sie dann schon gelogen, weil es kaum einen Bewerbungsbogen gibt, wo nicht über Krankheiten nachgefragt wird. - Ich müsste mir mal die Zeit nehmen und meinen Lehrvertrag, wenngleich er Jahre zurück liegt, durchschauen, ob nicht schon da etwas über Krankheiten verankert gewesen wäre. - Heute wird es mit ziemlicher Sicherheit so sein, wenn eben kein Bewerbungsbogen vorausgeht.
Zudem hat sie nicht geschrieben, was sie als Einzelhandelskaufmann getan hätte. - In Supermärkten- gar Baumärkten sind Hochregale, die mit einer Leiter zu überwinden sind, damit man irgendwelches, leichteres Zeug runterholen muss- oder auch für den Stapler herrichten muss. - Weisst Du wie weit Oben sie das steht und dass sie einen Flug aus gerne mal 4 Metern nicht so einfach übersteht? Selbst von einer Stafelei könnte sie in irgendwas hinein fliegen. - Sei es eine Regalablage oder ein Glaslager. In einer Bäckereitheke kann sie nicht viel Schaden anrichten.
Weisst Du vielleicht auch noch, welche Aufgaben ein Ausbilder da hat? - Er ist eine Aufsichts- und auch ebenso Vertrauensperson, solange sein(e) Auszubildenden nicht 18 sind. Er ist derjenige, der bei einem Arbeitunfall von der BG gepackt wird, sofern nicht auch noch ein Sicherheitsbeauftragter da ist, der dann eventuell auch noch seinen Kopf hinhalten muss. - Also sag' jetzt doch, dass sie- oder gar auch mit ihre Eltern dazu noch, nicht selbst Schuld daran sind. Wenn die Eltern etwas Verantwortungsgefühl gehabt hätten, wäre das schon von denen gekommen, wie es eben auch bei mir bei der Anfrage wegen einer Lehrstelle der Fall war.
Ich hätte sie, ehrlich gesagt, nach dem Anfall genauso hinausgeschmissen. Nicht wegen möglicher Behindertenfeindlichkeit, sondern auf Grund der hinterfotzigen Art, die sie da vorbrachte und das ist etwas, was ich auf den Punkt nicht leiden kann und wo ich dann auch stinkig werde.
Als ich noch keine FE hatte, musste ich genauso eine Absage in Kauf nehmen, da ich als Ersatzfahrer für den 7 1/2-tonner aushelfen hätte müssen. Weil ich jetzt auch nur die Gruppe 1 besitze musste ich genauso schon Stellen aus dem selben Grund einbüssen. - Aber ich hab' eben erst gar nicht angefangen, weil ich nicht mit den Hintergedanken "Gestern ist auch nichts passiert und ab jetzt im Betrieb auch nicht" zur Bewerbung ging und eben den Pc einfach durch die Blume angelogen- und ihm schön ins Gesicht geredet habe. - Ich habe eben gleich mal die Gefahren des angepeilten Arbeitsort in dem Betrieb ins Auge genommen und entweder gleich die Finger weg gelassen, oder eben darüber gesprochen und eine Absage in Kauf genommen. - Dann brauchte ich mich nicht beklagen, wenn ich nach einem Anfall fliege, weil es nicht passieren konnte- oder der Pc oder auch Big wusste, wie sich meine Anfallsform auswirkt, weil ich auf Anfragen eben auch ins Detail ging, worauf ich mich eben auch vorbereitet hatte.

Gruß
Matthias
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Hallo Matthias,

junge, junge, jetzt hast du dich aber ereifert :-) also ganz ehrlich, ich habe das jetzt nicht als hinterfotzigkeit, sondern unwissenheit ihrerseits betrachtet. vielleicht hat sie sich auch geschämt? ist ja oftmals das problem. aber spätestens jetzt hat sie ja gemerkt, dass es so nicht geht. ich bin ja auch für absolute offenheit in diesem thema, hab ich auch gesagt.
NATÜRLICH weiß ich nicht, in wieviel tausenden metern sie arbeitet, aber ich hab schon chefs erlebt, die bescheid wussten und ja soooo tolerant und ja klar und kein problem und auf einmal !zack! "ach neee, geht leider doch nicht mit dir,..." alles schon erlebt.
hab ihren fall jetzt selbstverständlich oberflächlicher beurteilt als du dies getan hast, geb ich zu, hast in vielen dingen recht. und sie weiß jetzt ja auch bescheid wie man es NICHT machen darf.

julia


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