Re: Kündigung bei der ausbilung was nun?
Hallo,
der letzte Beitrag ist schon ziemlich hart formuliert...ich glaube nicht, dass so Begriffe wie "hinterfotzig" richtig gewählt sind. Mir als Erwachsene ist es auch nicht leicht gefallen mit der Diagnose umzugehen. Meine Ärzte haben mir sogar davon abgeraten es meinem Arbeitgeber zu sagen. Ich habe einen Bürojob, da kann eigentlich nicht viel passieren. Trotzdem hatte ich meinen ersten Anfall auf der Arbeit, bei einem Seminar vor 20 wichtigen Leuten! - keine schöne Sache!!!
Ich kann die Unsicherheit und die Angst absolut verstehen, erst recht, wenn man den Arbeitgeber nicht kennt. Wie findet man den richtigen Moment, um sowas anzusprechen? Das ist nicht leicht!!!! Und dafür habe ich Verständnis. ABER: Man muss sich auch klar machen, dass man auf der Arbeit einen Anfall haben kann, dass man eventuell mal Arzttermine wahrnehmen muss, die in der Arbeitszeit liegen und und und... Irgendwann wird das Versteckspiel entweder unerträglich oder von alleine unmöglich! Ich habe die Flucht nach vorn angetreten und das war die absolut richtige Entscheidung. Denn wenn der Arbeitgeber feststellt, dass man trotz dieser Einschränkungen einen guten Job macht, wenn er weiß was los ist und entsprechend darauf eingehen kann, dann schafft das Vertrauen. Ich habe von meinem Arbeitgeber ein absolut positives Feedback bekommen... klar ist es für jemanden, der sich nie mit der Krankheit befasst hat im ersten Moment erschreckend. Es gibt halt viele Vorurteile. Aber meine Chefs haben einfach nachgefragt wie ich das alles einschätze. Das Resumee: Es ist den beiden lieber, dass sie wissen was mit Ihren Mitarbeitern los ist. Wenn man den Vorgesetzten reinen Wein einschenkt, wird das durchaus honoriert. Wenn nicht, dann hat der Vorgesetzte ein Problem, das mit Sicherheit auch an anderer Stelle auftritt.
Übrigens: Wenn das neue Gleichstellungsgesetz (AGG) in Kraft tritt, ist eine Nicht-Einstellung wegen einer "Behinderung" nur dann möglich, wenn diese die Tätigkeit erheblich einschränkt. Der Bewerber ist ansonsten auch im Einstellungsgespräch nicht dazu verpflichtet, auf derartige Fragen wahrheitsgemäß zu antworten.
Aber wie gesagt, mit ein bisschen Weitsicht betrachtet würde ich mich immer für Ehrlichkeit entscheiden - und gut überlegen wie ich es rüberbringe.
Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Ausbildungsplatzsuche:
Informiere Dich doch einfach mal in einem Beratungsgespräch beim Arbeitsamt, oder bei ehrenamtlichen Ausbildungspaten z.B. von der Kirche, die mit Dir zusammen einen Ausbildungsplatz suchen können. Unsere Azubis wurden von solchen Paten vermittelt und das war für beie Seiten eine gute Sache!!!!
LG Jasmin
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- Kündigung bei der ausbilung was nun? -
Nervenhexe18,
06.08.2006, 11:22
- Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Matthias, 07.08.2006, 00:39
- Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Julia, 07.08.2006, 09:44
- Re: Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Dirk, 07.08.2006, 17:07
- Re: Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Matthias, 08.08.2006, 00:13
- Re: Re: Re: Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Julia, 09.08.2006, 14:35
- Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Sabrina, 09.08.2006, 20:45
- Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Christian, 10.08.2006, 17:13
- Re: Kündigung bei der ausbilung was nun? - Jasmin, 11.08.2006, 20:20