Re: Re: Re: Re: Re: Schadenfreude
Hallo Dirk,
Wenn Du diese Ideen auch zur Ausführung bringst, dann haben sie sich auch gelohnt, aber wenn Du sie ignorierst, dann hast Du nicht viel damit erreichen können.
Das mit dem Weitersagen war meines Erachtens nicht so schön von Dir. – Man nennt solche Leute gern „Radfahrer“ – Wenn Du mehr auf Deiner Seite hast, dann soll mir ’s Recht sein, aber wenn er bessere Karten gehabt hatte, dann kannst Du vielleicht noch den Goldenen Lenker bekommen. – Ich will Dich jetzt weder einschüchtern noch Dir was Böses wünschen: - Vor Allem aufpassen wenn Du regelmäßig Nachts wo hin (Fitnes; Sauna; Schwimmen usw.) gehst, dass nicht mal der „Hl. Geist“ über Dich kommt. Besser mal so etwas darüber (in der Nähe von einem Vorgesetzten über so einen Fall reden, dass er selbst irgendwie aufmerksam gemacht wird und doch nicht direkt von Dir angesprochen wurde) flüstern. Dann warst es nicht Du, der ihn aus dem Betrieb raus gebracht hat.
Wenn Du mit solchen gefährlichen Sachen umgehst, ist da schon Sorgfalt angesagt und da ist es auch gut zu Verstehen, dass dann solche Typen den „Flug“ bekommen.
Halt in Euerer Firma keinen Job mehr, sofern die Pc’s der Firmen, bei denen er sich bewirbt, nicht bei Euerem Pc anrufen- oder ehemalige Mitarbeiter drinnen haben, die ihn auch kennen. Weiters kommt es auch darauf an, wie alt er ist. – Kannst ihm da auch einen Euro spendieren, damit er für ein eventuelles Stellengesuch um einen Euro billiger weg kommt.
Den größten Erfolg bei einer Freundschaft unter Kranken ist nach meiner Erfahrung ein noch härterer Fall. – Ich habe meinen Freund mit an das Grab getragen und bin mir bewusst, dass ich ihm auch mit das Leben verlängert habe. Er hatte CF und hätte bestimmt gerne mit mir getauscht, aber ich hätte mit ihm nicht tauschen wollen. Aber er hatte einen perfekten Stall; ein Hobby in das er sich richtig hinein gekniet hatte und uns fünf Freunde, die ihn auch nicht fallen ließen. – In Großhadern wurde er bei seiner Voruntersuchung für eine Organtransplantation, die er nicht mehr erlebte, als ältester CF-ler bayernweit- oder gar deutschlandweit hingestellt, weil er 46 war und solche Fälle normalerweise mit einem Alter zwischen 20 und 30 weg sind. – Diabetes ist ja für mich keine Krankheit und wenn ich ehrlich bin, dann zähle ich (jedenfalls meine) Epilepsie (komplex fokale Anfälle) eigentlich, trotz dem ich in der Pampa draußen wohne, auch gar nicht so recht zu den richtigen Krankheiten, weil man doch gar nicht so eingeschränkt ist, wie man denkt- oder glaubt und die Meißten nach/mit dem St. Florians-Prinzip leben. – Mein Freund war, trotz dem er sich sofort an die Sauerstoffleitung hin gehängt hatte, für die nächsten fünf- bis zehn Minuten fertig, nachdem er in den zweiten Stock zu seiner zweiten Modellbahnanlage hoch ist und als wir zusammen den Dachboden für die Erweiterung seiner Schweizer Modellbahnanlage ausbauten, war er überglücklich, dass er mal gleich drei Spax hintereinander in ein Brett über dem Kopf mit dem Akkuschrauber hinein brachte. Mit mir hat er sich Manches getraut, dass er alleine niemals vollbracht hätte, weil er auch wusste, dass ich weiß was dann sofort zu tun ist, wenn er mal dorten liegen würde.
Überleg’- oder beobachte mal, wie fröhlich Querschnitte sind, trotz dem sie kaum in einem Bus- oder der Bahn transportabel sind. – In unserer Nachbarortschaft haben sie vor Kurzem vier Personen- darunter auch dem Bürgermeister für eine Stunde- oder vielleicht auch länger im Blindenheim die Augen verbunden und sie in der Gegend dort herum geführt- oder sich selbst orientieren lassen.
Gerade in der Stadt, in der Du Deinen Angaben nach wohnst, kann man schon gute Freundschaften finden. – Ob männlich oder weiblich ist egal. – Ich hätte an einem Selbsthilfegruppetreffen in Augsburg (einmal im Jahr treffen sich da alle Selbsthilfegruppen aus Augsburg und Umgebung) am Rathausplatz gut und gerne die Gelegenheit weitere Freundschaften zu schließen, da bin ich mir auch sicher. – Eine Frau, mit der ich mich sehr gut- und offen unterhalten habe, hätte bestimmt weiter machen wollen, wenn ich nicht 60 Kilometer weg gewesen wäre. Auch einige Querschnitte habe ich gesprochen. – Auch am Bahnsteig, an dem ich auf meinen Zug wartete, hab’ ich mal eine jüngere Frau kennengelernt und mich mit ihr über ihren Blindenhund und ihren Tagesablauf unterhalten, bis dann ihr IC einfuhr.
Hilfsbereitschaft und Interesse kann da schon so was ermöglichen. – Erstes Gebot dabei ist halt, dass man auch offen Reden kann und auch aus sich raus kann. – Das Zweite ist, dass man sie absolut nicht bemitleidet, sondern eben nur eine Hilfe (einen Blinden vielleicht wohin führen- oder die Straßenbahn, die gerade einfährt und die der Blinde (auch extra darauf hin nachgefragt) erreichen will, durch Blockieren der Lichtschranke anhalten und mit dem Blinden dann Reden, damit er den Eingang schneller findet) anbietet und vielleicht eine- zwei Station(en) mit fahren und unterhalten. – Du darfst da ruhig fragen, musst halt auch auf Gegenfragen antworten wollen und aus Dir auch was raus geben. – So kam ich auch hinter den CF-ler, den ich an der Pforte seines Betriebes kennenlernte und mit dem ich mich über sein Hobby- eben der Modellbahn- unterhielt.
Das zu den Freunden und solche Freundschaften- oder Bekanntschaften hat man für länger als 14 Tage.
Deine Oma hat Recht. – Sicher ist es hauptsächlich am Arbeitsplatz wichtig, dass man fahren kann, weil man dann eben wohin geschickt werden kann. – Aber dieses Problem bekommen noch sehr viele Gesunde zu Spüren, das kannst Du mir auch glauben. – Schau mal die Betriebe an, was sie für Fahrzeuge haben und frag’ mal die, die gerade die FE erhalten haben, welche Klassen sie haben. – Es werden nicht viele Jungen Dir ein Kärtchen zeigen können, das das „E“ hinter der betreffenden Klasse „B“ haben. – Der CE ist ihnen sowieso zu teuer. – Und dann spioniere mal die Firmengelände- oder den Fuhrparkbereich aus und zähle Anhänger (also nur ungebremste!) mit ZGG unter 1000 Kilo. – Meinst Du, dass die gefragt sind, wenn sie nicht mal einen Anhänger an den Sprinter hin hängen dürfen- oder der Chef/Furparkleiter den Führerschein abgibt, wenn er einen so los schickt? – Da braucht es also keine Epilepsie dazu.
Das Gutachten kostet Dich halt dreistellige Beträge, darauf musst Du gefasst sein, weil Du da zu einem Verkehrsmediziner musst. – Ein 30-Euro-Gutachten akzeptieren nicht so Viele in der Fahrerlaubnisstelle. – Mir wurde damals gesagt, dass ich dieses Geld halt leider zum Fenster hinaus geschmissen habe.
Und mit dem BE ist es definitiv aus, weil Du noch Antiepileptikas schluckst.
Das mit dem lebenslangen Entzug ist auch übertrieben. – Sag’ und glaub’ das nicht so schnell, weil er sich garantiert einen Rechtsanwalt nehmen wird und wenn die Fahrerlaubnisstelle noch nicht mitmachen will, wird er bestimmt dann auch deswegen verhandeln! – Kostet zwar noch mal, aber e wird schon wieder fahren, sofern er eben auch „trocken“ ist- und bleibt.
Auf ihn kommt halt garantiert eine-zwei-drei-viele MPU’s zu und eventuell auch ein- oder zwei Erste-Hilfe-Kurse (nicht LSM!) und eine Entziehungskur. Vielleicht auch noch Stichproben, ob erneut rückfällig geworden oder sauber? Und auf jeden Fall ein Neuerwerb und zwei Jahre Probezeit. – Dabei natürlich auch zwei- oder drei Prüfungsfahrten, weil die, die dann bei der ersten Fahrt ohne das rechteckige Schildchen mit den roten Buchstaben auf der Rücksitzbank sitzen, auch gegenüber „Gasefällen“ schwere Allergien haben. – Also rechnen wir mal mit mindestens 2000,-- Euro, die er jetzt dann in den zwei Jahren zusammensparen kann, bis er wieder ohne den Beifahrer mit den eigenen drei Pedalen vor dem Bodenblech in dem Auto mit vier Außenspiegeln, hinter den Lenker eines anderen Autos kommt und wenn er in die Gruppe 2 rein will, dann ist er heute unter 5000,-- Euro auch garantiert nicht dabei. – Kannst ihm ja dann vier Euro („2,x Promille des Neuerwerbes“ – gegen Rechnungsvorlage – als Spendengutschein) „von einem nicht besoffenem, autofahrenden Epileptiker“ anbieten und wenn Du erfahren solltest, dass er dann bei der Prüfung durchgefallen ist, eine Trauerkarte senden, oder ihn fragen, ob er mal mit einem Epileptiker in das nächste Gasthaus- oder vielleicht auch dann zur Fahrprüfung gefahren werden will. – Du spendest ihm damit dann auch noch einen Tag von Deinem Jahresurlaub!
Überleg’ mal, wie es Dir gefallen würde, wenn ich in Deiner Lage- und Du in seiner Lage wärst und solche Erlebnisse durchmachen dürftest? – Das ist dann das Andenken für entsprechende Behandlungs- oder Heilerfolgsnachhilfen und den Tag wird er (natürlich auch Du) nicht so schnell vergessen, das kannst Du mir auch glauben.
Alles Gute
Matthias
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- Schadenfreude -
Dirk,
22.10.2006, 20:12
- Re: Schadenfreude - Andreas Völcker, 23.10.2006, 11:18
- Re: Re: Schadenfreude - Dirk, 26.10.2006, 10:10
- Re: Re: Re: Schadenfreude - Matthias, 26.10.2006, 23:00
- Re: Re: Re: Re: Schadenfreude - Dirk, 27.10.2006, 18:38
- Re: Re: Re: Re: Re: Schadenfreude - Matthias, 29.10.2006, 20:13