Re: Rezeptverweigerung

Regina Steinert @, Sunday, 11.11.2007, 19:22 (vor 6857 Tagen) @ Regina Steinert

[zitat=Anton]Hallo Regina,
wenn Du mich so verstanden hast, wie Du es schilderst, ist das bedauerlich. Ich entschuldige mich bei dir.
Genau das Gegenteil habe ich erreichen wollen, ich wollte zeigen, dass ich zu dir stehe. Wäre das nicht so, wüßte ich nicht, was ich hier im Forum zu suchen habe.
Wenn ich dir vorschlage, wie Abhilfe dieses unbefriedigenden Zustandes geschaffen werden kann, ist das schon das Zeigen von Trost und Verständnis.
Du bist nicht die Einzige, die in ihrem Leben durch Fahrlässigkeit von Staat und Ärzten gesundheitliche Schädigungen hat hinnehmen müsssen. Ich blicke nur kurz zurück bei mir: a)Fieberkrampf nach der Geburt durch falsche Diagnose des Arztes, der u. a. zur Epilepsie ab dem 25. Lebensjahr geführt hat; b) Hirnhautentzündung im Kinderalter durch die Pflichtpockenschutzimpfung (diese Impfung hat mehr Opfer produziert, als die Firma Grünenthal mit Contergan, nur dass ich bis heute keinen Pfennig Entschädigung bekommen habe), c) über 15 Jahren Nichterkennen eines Cluster-Kopfschmerzes durch die Ärzteschaft und d) über 30 Jahre Fehlbehandlung der Epilepsie bis hin zur Vollendung der Entmenschlichung.
Liebe Regina, mir geht es darum, dass Du einen Weg findest, der Arztbesuche zur schönsten Nebensache macht, sofern überhaupt nötig. Ich persönlich habe durch ein vernünftiges Gespräch unter 4 Augen bisher noch mit jedem Arzt, auch mit denen, die mich zuvor falschbehandelt hatten, einen Deal schließen können mit dem Ergebnis jeweils, erhebliche Erleichterungen für mich geschaffen zu haben.
Ich kann Deinen Unmut und Deine Verzweiflung verstehen, ich spreche nicht aus der Theorie. Ich wünsche dir zukünftig etwas mehr Glück mit den Medizinern, ich hoffe, dass es dir bald besser geht und wünsche alles Gute im weiteren Leben.
Liebe Grüße
Anton

Hallo, Anton!

Entschuldigung angenommen.
Ich habe mich dazu entschlossen, künftig die Epilepsie Ambulanz Bethel aufzusuchen.
Man muss aber mit einer Wartezeit rechnen, steht auf deren Internetseite.
Bethel ist mir immer schwer gefallen weil man dadurch als Epilepsie Kranker bei manchen Unverbesserlichen in eine gewisse unangenehme Schublade geschoben wird. (Ich soll nicht allen erzählen, dass ich Epilepsie habe, weil man mich sonst für doof halten würde) hat mir eine Arbeitskollegin geraten im Zusammenhang dessen, dass Vorgesetzte, Arbeitskollegen und Kolleginnen schon von so einer Behinderung wissen sollten.
Außerdem wird man durch Bethel sehr mit seiner Krankheit konfrontiert. Die Anfallsfreiheit hat mir zum Teil ein falsches Bild vorgegaukelt. Ich habe mir gedacht, dass ich wegen der Anfallsfreiheit ein fast normaler Mensch bin. Bei einem niedergelassenen Facharzt wird man wie eine Nummer, wie eine Patientenkladde, behandelt. In einer Epilepsie-Fachklinik wird das wohl hoffentlich anders sein. Ein niedergelassener Arzt steht unter Zeitdruck, eine Klinik hat rund um die Uhr, am Wochenende, an Feiertagen, geöffnet. Da ticken die Uhren anders und vielleicht auch die Köpfe der Ärzte. Und ich muss einsehen, dass ich trotz Anfallsfreiheit kein gesunder Mensch bin, mit dem Sprechstundenpersonal und Ärzte einfach so umspringen können wie sie wollen.

Dir wünsche ich auch alles Gute und Gesundheit.

Wir können uns ja trotzdem vielleicht dennoch noch manchmal gegenseitig hier in diesem Forum begegnen.

Liebe Grüsse, Regina!


gesamter Thread: