Re: Epilepsie?

cokie @, Wednesday, 09.01.2008, 14:49 (vor 6798 Tagen) @ Katharina

Hallo Katharina,

über deine sehr detailgetreue und gut reflektierte Beschreibung deiner anfälle wird jeder Epileptologe in jeder Uniklinik bzw. in jedem Epilepsizentrum vor Begeisterung in die Hände klatschen! Die müssen oft mit viel viel weniger arbeiten. Die beste Diagnostik bekommst du meiner Meinung nach wenn du in den sauren Apfel beisst und dich für ein paar Tage in ein Epilepsiezentrum einer Uniklinik aufnehmen läßt. die Termine werden bei nicht akkuten Fällen nicht atock vergeben man muß schon etwas warten und die Dauer des Aufenthaltes richtet sich danach wie schnell ein Ergebnis sichtbar wird. Da mußt du schon Geduld mitbringen und Mitarbeitsbereitschaft. Es ist sicher viel wert wenn du selbst aus dem medizinischen Bereich kommst, aber die Diagnostiker solltest du einfach machen lassen. die tuen dir nicht weh und du willst ja endlich wissen ob und wenn ja welche Art Epi du hast. Ich habe über die art Epi die ich habe über 17 Jahre nicht bescheid gewußt. Im letzten Jahr kam ich bedingt durch eine Mediumstellung endlich mal zu einer gründlichen Diagnostik ins Epilepsiezentrum der Neurologischen Klinik der Uniklinik Freiburg - und ich bin total begeistert sowohl von der Menschenfreundlichkeit als auch von der Fachkompetenz mit der man dort aufgenommen und behandelt wird. Ich hatte das "Glück" das bereits nach vier Tagen ohne Medis am Videomonitoring meine Epi mit mehreren hunderten Absencen pro Stunde im Dauereeg mehr als deutlich zu sehen war. Das reichte den Ärzten dann auch vollkommen. Das ich dann ausgerechnet am WE einen Grandmal bekam hielt sie nicht davon ab mir gleich wieder die Medis einzudosieren um weiteren GM´s entgegenzutreten.Also Grundlegend gehört zur Diagnostik wohl eben dieses Dauereeg mit Videomonitoring und ein MRT wurde auch gemacht.Je nach dem was du denen in der Anamnese erzählst, entscheiden sie , was sie noch so alles mit dir anstellen. Weiterhin bin sowohl ich als auch meine jüngste tochter(9) die zwei Arten von Epi hat dort in ambulanter Behandlung obwohl Freiburg ungefähr 1 1/2 Autobahnstunden von uns entfernt ist. Dennoch nehme ich den Anfahrtsweg in Kauf. Eine gute -diagnostik ist die Grundlage zum nicht einfachen Weg die richtige Medikation zu finden und die in Freiburg zum Beispiel sind für uns jederzeit telefonisch erreichbar und ich kann auch da jederzeit mit meiner behandelnden Ärztin sprechen, wenn wir ein akkutes Problem haben. Ich weiß ja nicht aus welcher Ecke Deutschlands du kommst aber ich denke solche Epilepsiezentren dürfte es mittlerweile in jeder größeren Uniklinik geben. Ich kann es nur empfehlen so ein Zentrum aufzusuchen. Versuch doch mal dir über Google eins für deine Wohngegend zu finden.
Viel Erfolg dabei und alles Gute für dich
Cordula


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