Wie lebt ihr mit der Angst?

Mondenkind, Thursday, 05.11.2009, 11:03 (vor 6132 Tagen) @ Steffi1974

Hallo Steffi,

Ich kann dem nur zustimmen, Bonn ist einfach eine gute Klinik.

Wie ich schon woanders geschrieben habe, bin ich dort vor knapp 8 Wochen operiert worden. Bisher läuft alles gut (kein Anfall seitdem!)

Zum Schluss hin hatte ich so alle 7 / 8 Tage einen Anfall. Ich habe es akzeptiert, bin trotzdem auf die Arbeit gegangen, habe gehofft (weil die Medikamente mal wieder erhöht wurden), dass es vielleicht diese Woche nicht so ist...

Ich habe auch immer mit meinen Kollegen darüber gesprochen (habe echt super liebe Kollegen, die dies auch akzeptiert haben, da hab ich echt Glück gehabt!). Ihnen war auch klar, dass wenn ich am Vortag Anfälle habe, ich ggf. an diesem Tag keine 100%ige Leistung bringe, aber sie haben dies akzeptiert.

Was ich damit sagen will?? Ob man es akzeptiert, oder mit Angst vor dem nächsten Anfall lebt, hängt sehr viel davon ab, wie Verwandte, Bekannte, Arbeitskollegen etc. darauf reagieren. Ich hatte und habe dort großes Glück.

Wichtig finde ich auch, dass du mit deiner Tochter sprichst und ihr erklärst, was sie machen kann / soll. Sie hat ja schon super reagiert. Ich kann das Buch "Carla" nur empfehlen (irgend jemand hatte dies auch schon gemacht). Kinder verstehen mehr als man denkt, nur wenn man es ihnen "verheimlicht", kommt die Angst auf...

Tabletten helfen. Ich weiß, dass ist doof und lästig, vor allem, wenn man sie einnehmen muss, wenn Verwandte oder Freunde da sind. Doch sie können ggf. verhindern, dass die Anfälle nicht wiederkommen.

Und Autofahren darfst du vorerst, ich glaub es ist beim Erstanfall, ein viertel Jahr nicht, oder??
Bist du am arbeiten? Oder wohnst du in einem kleinen Ort? Ich weiß, dass dies eine Umstellung ist, wenn man plötzlich kein Auto mehr fahren darf, doch es gibt schlimmeres...

Ich wünsche dir alles Gute!

Mondenkind


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